Der "Kalif von Köln" steht in der Türkei vor Gericht: Prozess auf 4. April vertagt
- Kaplan wurde wieder ins Gefängnis zurückgebracht
- Am 1. April tritt in der Türkei ein neues Strafrecht in Kraft
·"Kalif von Köln" in Türkei vor Gericht
Kaplan soll Sprengstoff- anschlag geplant haben
Der Prozess gegen den Islamistenführer Metin Kaplan in Istanbul ist auf den 4. April kommenden Jahres vertagt worden. Der selbsternannte "Kalif von Köln" wurde nach dem Ende des ersten Verhandlungstages am Montag unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen wieder ins Gefängnis ins westtürkische Tekirdag gebracht, wo er in Untersuchungshaft sitzt. Die Staatsanwaltschaft wirft Kaplan einen bewaffneten Umsturzversuch vor. Der Angeklagte weist die Vorwürfe zurück. Bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft.
Ein Anwalt Kaplans zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf des ersten Prozesstages und mit der Entscheidung des Gerichts, das Verfahren auf kommenden April zu vertagen. Am 1. April tritt in der Türkei ein neues Strafrecht in Kraft; auch die Strafprozessordnung ist vor kurzem reformiert worden. Anwalt Ismet Koc sagte, er hoffe, dass sich die neuen Gesetze vorteilhaft für seinen Mandanten auswirken werden. Die Verteidigung will bis zum nächsten Verhandlungstag beantragen, den "Kalifen von Köln" für die Dauer des Verfahrens auf freien Fuß zu setzen. Ursprünglich hatten die Anwälte dies schon zu Prozessauftakt tun wollen, dann aber darauf verzichtet, um den Antrag besser vorbereiten zu können. (apa)
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