Gigantische Wassermassen bewegt: Meeresboden hob sich um bis zu 30 Meter
- Wissenschaftler: "Katastrophe historischen Ausmaßes"
- Warnsystem hätte tausende Leben retten können
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Das erste Beben unter dem Meeresboden vor der Nordwestküste Sumatras hatte nach seismologischen Messungen eine Stärke von 9,0 der Richter-Skala und war damit das gewaltigste seit 1964 sowie das fünftschwerste seit 1900. Wie Seismologen laut "Spiegel Online" dem britischen Fernsehsender BBC erklärten, hatte sich der Meeresgrund während der Erdstöße vermutlich auf einer Länge von 1000 Kilometern um 10 bis 30 Meter nach oben bewegt. Dabei müssen riesige Wassermassen verdrängt und bewegt worden sein. Die Wissenschaftler sprachen von einer Katastrophe historischen Ausmaßes, die man nicht habe vorhersehen können.
Demgegenüber bemängeln Experten, dass es für die gefährlichen Flutwellen kein Warnsystem gibt. Ein solches Informationssystem hätte viele Tausend Menschen retten können, so die Seismologen. So existiere für den Indischen Ozean kein Warnsystem für Flutwellen wie beispielsweise rund um den Pazifischen Ozean. "Ein solches Warnsystem hätte Tausende Menschen retten können", sagte ein Mitarbeiter des amerikanischen Instituts für geologische Forschung laut der Nachrichtenagentur Reuters. Ähnliche Meinungen äußerten auch Experten im britischen Fernsehsender BBC.
Theoretisch hätte ein Warnsystem zumindest für Evakuierungen in den betroffenen Gebieten sorgen können, da die Flutwelle vom Ort des unterirdischen Bebens bis zu den Küsten trotz einer Geschwindigkeit von 500 Stundenkilometern mehrere Stunden brauchte. Im Pazifischen Ozean gibt es solche Unterwasserbeben häufiger. Wenn dies der Fall ist, werden die Küsten kurzfristig evakuiert. Mehrere Experten äußerten nach den verheerenden Folgen der Flutwelle, dass sich die betroffenen Länder nun zur Installation eines solchen Warnsystems durchringen.
(apa/red)
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