Seebeben: Sri Lanka hat bei der EU um Katastrophenschutz angesucht
- Ein Netzwerk an Experten und Einsatzteams
Nach dem verheerenden Seebeben in Südostasien hat Sri Lanka bei der EU um Hilfe angesucht. Zum Einsatz kommt dabei ein EU-weiter Katastrophenschutz zum Einsatz, der im Oktober 2001 von den Innenministern abgesegnet wurde und im Fachjargon "Mechanismus" genannt wird. Ziel dieses Mechanismus, an dem die 25 Mitgliedstaaten der EU, die drei EWR-Staaten sowie Bulgarien und Rumänien teilnehmen, liegt in der besseren Koordinierung der gemeinschaftlichen Hilfsmaßnahmen bei Natur-, Technologie- und Umweltkatastrophen.
Dem Prinzip der europäischen Solidarität folgend, soll der Mechanismus vor allem immer dann aktiviert werden, wenn nationale Hilfsmaßnahmen eines Mitgliedstaates nicht ausreichend sind, um bei schweren Notfällen angemessen reagieren zu können. Im Anlassfall werden die Behörden im Katastrophengebiet in die Lage versetzt, rasch auf eine weit gespanntes Netz von Katastrophenschutzexperten und Einsatzteams zurückgreifen zu können. Auf die Hilfe dieses Netzwerks baut jetzt Sri Lanka.
Das Verfahren wurde seit 2001 bereits mehrfach angewendet. Unter anderem nach den Erdbeben in Algerien im Iran, Marokko (jeweils zwischen Mai 2003 und März 2004) - oder bei Waldbränden in Portugal. In Österreich ist die die Abteilung II/4 im Innenministerium die Drehscheibe für den EU-Mechanismus. Die Bundeswarnzentrale fungiert dabei als permanente Kontaktstelle im Fall von Einsatzes. Österreich hat sich in Algerien, im Iran und in Marokko als eines der ersten Länder an den Hilfsmaßnahmen mit Rettungsteams beteiligt. (apa)
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