Naturkatastrophe: Tausende Österreicher derzeit auf Urlaub in betroffenen Gebieten
- Verkehrsbüro-Sprecher Zenker: "Absolute Hochsaison"
- Flughafen Phuket offen. Von Reise wird abgeraten
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Laut übereinstimmenden Mitteilungen der Reiseveranstalter "Jumbo Touristik" und "Österreichisches Verkehrsbüro" in Wien befinden sich derzeit ein paar Tausend Österreicher in jenen Gebieten Südostasiens, die von der Tsunami-Flutwelle betroffen sind. "Es ist absolute Hochsaison. Vor Weihnachten gab es aus österreichischer Sicht keinen freien Platz mehr für Urlaube in Südasien", sagte Verkehrsbüro-Sprecher Andreas Zenker auf Anfrage der APA.
Wie viele von ihnen von der Flut-Katastrophe direkt betroffen sind bzw. ob es auch österreichische Opfer gab, war vorerst noch völlig unklar. Im Außenministerium in Wien wurde gleich nach Bekanntwerden der verheerenden Seebeben ein achtköpfiger Krisenstab eingerichtet, der über zwei Hotlines (0501-150-4411 und 0800-222-666) die Anfragen der Angehörigen behandelt und direkt an die Botschaften in in Kuala Lumpur (Malaysia), Bangkok (Thailand), New Delhi (Indien) und Jakarta (Indonesien) weiterleitet. In den betroffenen Gebieten müsste dann durch Anrufe in Krankenhäusern oder Hotels jeder einzelne Fall gescheckt werden. "Wir haben jeden verfügbaren Mitarbeiter im Einsatz", sagte Oliver Tanzer, Pressesprecher von Außenministerin Ursula Plassnik (V) gegenüber der APA.
Ein Botschafts-Angehöriger aus Bangkok war am Sonntagabend (Ortszeit) in den von der Flutwelle betroffenen Badeort Phuket unterwegs. Er hatte Dokumente dabei, die im Fall der Fälle den Urlaubern bürokratische Unterstützung geben sollen. Ob er auch Ausreisen organisieren könne, sei nicht bekannt.
Von Reisen wird abgeraten
Im Büro des Reiseveranstalters "Jumbo Touristik" in Wien liefen am Sonntagvormittag die Telefone heiß. Angehörige von Urlaubern, aber auch Urlauber selbst meldeten sich. Von verletzten Österreichern sei aber nichts bekannt, sagte ein Sprecher des Reiseveranstalters. Dafür gebe es Dutzende, die sogar wissen wollten, ob es Sinn mache, in den nächsten Tagen ihren Urlaub anzutreten und nach Asien zu fliegen. "Ich gehe davon aus, dass natürlich nicht geflogen wird", sagte Zenker. Das Verkehrsbüro öffnete am Stefanitag eigens ein Büro am Flughafen Schwechat, bei dem sich alle Asien-Urlauber - auch jene, die nicht übers Verkehrsbüro gebucht haben - über die aktuelle Lage informieren konnten. "Wir raten aber allen Flugwilligen ab", sagte Zenker.
Ein Sprecher der allgemeinen Fluginformation am Wiener Flughafen sagte auf Anfrage der APA, dass der Flughafen in Phuket wieder offen sei und dass es auch "wahrscheinlich" in Colombo keine Probleme mehr gebe. "Male wird aber voraussichtlich geschlossen bleiben."
Laut aktuellem Jahrbuch von Statistik Austria urlauben jährlich 88.300 Österreicher in Asien, davon 24.600 in Thailand und 7.500 auf den Malediven. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2002.
(apa/red)
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