Hoffnung in Asien schwindet: Suche nach Überlebenden wird vielerorts eingestellt!
- Zahl der Todesopfer nähert sich der Marke 150.000
- Bush sen. und Clinton sammeln Spenden in den USA
·Die BILDER der Flut-
Katastrophe in Asien!
26. Dezember 2004: Tod, Verwüstungen und Trauer
·488 Österreicher noch immer vermisst
Zahl reduziert - Gedenken am Freitag im Parlament
·Außenministerium bittet um Mithilfe
Notruf-Hotlines: 0501-150- 4411 und 0800-222-666
·Identifizierung der Leichen schwierig
Internationale Teams kooperieren bei der Arbeit
·Mehr als 100 Tote: Trauriger Rekord
Bei keinem anderen Unfall mehr Österreicher tot
·Spenden-Aufruf der
Hilfsorganisationen
Spenden-Kontonummern von Caritas, Rotes Kreuz,...
·So erlebten Augen- zeugen die Todesflut
KLICKEN: Tsunami riss ganz einfach alles mit
·Tsunamis können 800 km/h erreichen
Schwerstes Erdbeben seit 40 Jahren gemessen
·Augenzeuge: "Das Wasser bis zum Hals"
Berichtet: "Überall waren schreiende Menschen"
Acht Tage nach der Flutkatastrophe im Indischen Ozean ist die Suche nach Überlebenden in vielen Regionen eingestellt worden. Obwohl am Montag noch einige Menschen wie durch ein Wunder gerettet werden konnten, räumten die Behörden der betreffenden Länder den zehntausenden Vermissten keine Chancen mehr ein. Die Zahl der registrierten Opfer nähert sich bereits der Marke 150.000; allein Indonesien meldete 14.000 weitere Tote.
Die Versorgung der Überlebenden schritt unterdessen voran. Die Agrarorganisation FAO der Vereinten Nationen berichtete, sie habe genug Nahrungsmittel nach Banda Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra bringen lassen, um 100.000 Menschen eine Woche lang zu versorgen. In der Stadt sei auch ein Basislager für 90 Helfer eingerichtet worden.
Das UN-Welternährungsprogramm (WFP) meldete, von ihm nach Sri Lanka vermittelte Lebensmittel reichten aus, um über 200.000 Menschen 15 Tage lang zu ernähren. Man hoffe, dass die Nahrungsmittelhilfe bis zum Wochenende auf über 750.000 Menschen ausgedehnt werden könne.
US-Hilfe voll angelaufen
Auf dem Flughafen von Banda Aceh landen und starten immer wieder US-Transportflugzeuge. Der US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" und seine Begleitschiffe haben nach Militärangaben am Wochenende über 23 Tonnen Hilfsgüter angeliefert. Auch Indien entsandte ein Lazarettschiff und ein weiteres Kriegsschiff mit Hilfsgütern nach Sumatra.
US-Hubschrauber warfen in der Umgebung von Banda Aceh Lebensmittelspenden ab. Aus einem Dorf brachten sie etwa 60 Menschen, von denen viele vor Schwäche weder gehen noch sprechen konnten, zu einem Krankenhaus in die Provinzhauptstadt. In Malaysia konnten Fischer eine Frau retten, die fünf Tage im Meer verbracht hatte. Am Sonntag war in Indonesien ein Überlebender entdeckt worden, der eine Woche lang unter seinem umgekippten Schiff festgesessen hatte.
Indonesien fordert Warnsystem
Als Konsequenz aus der Flutkatastrophe will das mit bis zu 100.000 Toten am schwersten betroffene Indonesien zusammen mit Nachbarstaaten ein Tsunami-Frühwarnsystem aufbauen. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono erklärte, dies solle auf der internationalen Konferenz der betroffenen Staaten und der wichtigsten Geberländer am Donnerstag in Jakarta beschlossen werden. Der thailändische Außenminister Surakiart Sathirathai forderte, ein Teil der von der Staatengemeinschaft zugesagten zwei Milliarden Dollar solle für das Warnsystem verwendet werden.
Auf der Jakarta-Konferenz soll auch eine bessere Koordinierung der Hilfe angestrebt werden. Kritiker bemängeln, in Teilen von Sri Lanka gebe es einen Überfluss an Hilfsgütern, während andere Regionen unterversorgt seien. Nach Angaben von UN-Koordinator Jan Egeland sind insgesamt 1,8 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Somalia: Vergebliches Warten auf Hilfe
In dem afrikanischen Land Somalia warteten 50.000 Opfer am Montag noch vergeblich auf Hilfe. Zwar habe man Hilfszusagen aus über 20 Staaten erhalten, angekommen sei aber noch nichts, sagte ein Sprecher des somalischen Präsidenten. Man benötige dringend Lebensmittel, frisches Wasser, Unterkünfte und Medikamente.
Bush und Clinton als Spendensammler
Die früheren US-Präsidenten Bill Clinton und George Bush wollen in Amerika gemeinsam um Spenden für die Opfer der Katastrophe werben. Dies kündigte Präsident George W. Bush in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den beiden in Washington an. (apa)
Syrien13:12
UNO-Rüge nach MassakerSicherheitsrat richtet nach Massaker in Houla deutliche Worte an Regierung
Suu Kyi11:03
Erste AuslandsreiseNach 24 Jahren zum ersten Mal wieder ins Ausland: Suu Kyi reist nach Bangkok
Dalai Lama in Österreich14:12
Keine Angst vor ChinaAußenministerium reagiert auf Chinas Empörung betont gelassen
