Heilige drei Könige ziehen wieder durchs Land: 90.000 "Sternsinger" sind unterwegs
- Kinder sammeln auch für Opfer der Flut-Katastrophe
- Schönborn: "Singende Botschafter der Nächstenliebe"
Rund 90.000 Kinder und Jugendliche ziehen wieder in ganz Österreich als "Sternsinger" durchs das Land. Die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar ist heuer bis 9. Jänner 2005 anberaumt. Kaspar, Melchior und Balthasar wünschen den Menschen im ganzen Land den Segen für das Jahr 2005 und sammeln als "singende Botschafter der Nächstenliebe" für Not leidende in den Ländern des "Südens", berichtete "Kathpress". Einen Teil ihrer Sammlung wird den Flutopfern in Sri Lanka gespendet werden.
Österreichische Kinder engagieren sich als "Sternsinger" seit 1954 für weltweite Solidarität und Nächstenliebe: Seit den Anfängen wurden insgesamt unglaubliche 222 Millionen Euro ersungen und mehr als 10.000 Hilfsprojekte damit unterstützt. Das Engagement der Kinder macht es möglich, dass jährlich 500 Hilfsprojekte in den Ländern des "Südens" finanziert und mehr als eine Million Menschen von der "Hilfe unter gutem Stern" erfasst werden.
Diesmal stehen drei Schwerpunkte in Brasilien, auf den Philippinen und in Kenia im Zentrum der Dreikönigsaktion. In Brasilien werden landlose Kleinbauern bei ihrem Kampf um eigenes Land unterstützt. Auf den Philippinen wird Frauen und Kinder aus den Slums von Manila der Start in eine bessere Zukunft ermöglicht. In Kenia geht es darum, Straßenkindern in den Slums von Nairobi den Ausstieg aus der Armut zu erleichtern.
Im Rahmen der Dreikönigsaktion legen die Kinder in Österreich bei jedem Wetter geschätzte 420.000 Kilometer zurück und umrunden damit zehn Mal den Erdball. Wie sehr die österreichischen Sternsinger als Botschafter der Nächstenliebe weltweit geschätzt werden, betonte Kardinal Christoph Schönborn: "Auf etlichen Reisen in Afrika, Asien und Lateinamerika bin ich in der Fremde einem Stück Heimat begegnet: Projekten der Dreikönigsaktion, die in diesen Ländern einen ausgezeichneten Namen hat. In den mehr als 50 Ländern, in denen das gesammelte Geld Gutes bewirkt, wird deutlich, worum es sich beim Sternsingen handelt: Um einen Dienst an den ärmsten Menschen dieser Welt."
(apa/red)
