"Taxilenker leckt Brust von Prostituierter":
Aufregung um Schularbeit in Salzburg!
- Englischlehrer verwendete Artikel einer Boulevardzeitung
- Eltern schrieben Protestbrief an Gehrer und Burgstaller
Aufregung an der Handelsakademie I in der Stadt Salzburg: Englischprofessor Direktor Kurt Riedl gab den Schülern einer vierten Klasse bei der Schularbeit die Aufgabe, einen Artikel im Stil einer Boulevardzeitung zu schreiben. Dazu spielte er ihnen einen Text vor, der so beginnt: "Gestern wurde einem Taxilenker angeboten, an der Brust einer Prostituierten zu lecken." "Empörte und besorgte Eltern" protestierten nun in einem Schreiben an Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer (V) und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S).
Auf der Brust der Prostituierten haben sich Drogen befunden. Der Taxler schlief dann ein und wurde ausgeraubt, ist der weitere Inhalt der Geschichte. "Es ist eine Frechheit", heißt es in dem Brief, "dass an einer Schule so ein Thema zur Schularbeit gegeben wird. Besonders für eine Handelsakademie müsste sich ein wirtschaftliches Thema finden lassen."
"Die Reaktion ist heuchlerisch und überzogen. Die Schüler sind durchwegs zwischen 18 und 19 Jahre alt. Ich habe sie am Dienstag noch einmal gefragt, sie fühlen sich durch den Text nicht belästigt", sagte Direktor Kurt Riedl gegenüber den "Salzburger Nachrichten". Derartige Meldungen kämen in Boulevardmedien oder in privaten TV-Sendern immer wieder vor. Damit wollte man sich im Unterricht auseinander setzen.
