Was für Zustände beim BH: Nach Folter jetzt auch sexuelle Übergriffe gemeldet!
- Vizeleutnant soll 27-jährige Rekrutin begrapscht haben
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Nach Misshandlungsvorwürfen in einer Reihe von Ausbildungsstätten des Bundesheeres ist jetzt auch eine Klagenfurter Kaserne ins schiefe Licht geraten. Hier geht es um angebliche sexuelle Übergriffe an zwei ehemaligen Rekrutinnen. Eine Untersuchungskommission soll klären, ob und was an den Vorwürfen dran ist.
In einem Fall hat eine 27-jährige frühere Rekrutin einen Vizeleutnant beschuldigt, sie immer wieder begrapscht zu haben. Auch sei sie von zwei Wachtmeistern "gemobbt" worden. Schikanen sollen in der Kaserne an der Tagesordnung gewesen sein, sagte die frühere Soldatin, die nach rund einem halben Jahr ihren Dienst quittiert hatte. Ähnlich lauten die Vorwürfe einer zweiten früheren Rekrutin, die ebenfalls dem Bundesheer Ade gesagt hat.
Parlamentarische Beschwerdekommission im Einsatz
Die parlamentarische Bundesheer-Beschwerdekommission wird eine amtswegige Überprüfung in der Kärntner Khevenhüller-Kaserne vornehmen. Das hat der Kommissions-Vorsitzende, Paul Kiss, am Dienstag der APA mitgeteilt. Auch das Bundesheer hat bereits eine Untersuchungskommission eingesetzt.
Die Beschwerde-Kommission werde Mittwoch früh nach Kärnten fahren, sagte Kiss. Die betroffenen Soldatinnen sollen ebenso befragt werden wie der angeblich involvierte Vizeleutnant sowie andere Personen, die dabei gewesen sein sollen. Da es sich um eine ganz besonders "sensible Materie" handle, würden von Seiten der Kommission auch weibliche Mitarbeiter hinzugezogen, meinte Kiss.
Falls sich die Anschuldigungen als wahr herausstellen sollten, werde ein Disziplinarverfahren eingeleitet und in weiterer Folge eine Strafanzeige eingebracht werden. Das Strafausmaß kann laut Sadnikar von einer hohen Geldbuße bis zur Entlassung reichen. 21 Soldatinnen versehen derzeit ihren Dienst in Kärntens Kasernen. (apa)
