Freitag, 24. Dezember 2004

Vorsicht bei Skitouren: In Vorarlberg stellenweise erhebliche Lawinengefahr!

  • Speziell in Höhenlagen oberhalb von 2.000 Metern

In Vorarlberg herrscht stellenweise weiter erhebliche Lawinengefahr der Stufe 3. Gefahrenstellen für Schneebrettauslösungen sieht die Landeswarnzentrale insbesondere in Höhen oberhalb von 2.000 Metern. Skitouren und Variantenabfahrten abseits gesicherter Pisten erfordern laut dem aktuellen Bericht der Landeswarnzentrale lawinenkundliches Beurteilungsvermögen.

"Es besteht überwiegend mäßige, stellenweise aber immer noch erhebliche Lawinengefahr", teilte die Landeswarnzentrale am Freitag mit. Als für Schneebrettauslösungen besonders gefährdete Stellen oberhalb von 2.000 Metern nennt die Landeswarnzentrale schattseitige Steilhänge sowie Übergänge in schattige Rinnen und Mulden. Kammlagen seien in allen Expositionen kritisch einzuschätzen. Auf Grund der milden Temperaturen könne es auch in tieferen und mittleren Lagen bevorzugt an Böschungen und steilen Grashängen zum Abgleiten der Schneedecke kommen. Bis Sonntag werde sich die Lawinengefahr in höheren Lagen nicht wesentlich ändern, so die Landeswarnzentrale.

Am Montag waren bei einem Lawinenabgang in Lech am Arlberg drei Skifahrer von einer Lawine verschüttet worden. Während ein 39-jähriger Münchner nur noch tot geborgen werden konnte, gelang bei seinen Begleitern - einem 41-jährigen Mann und seiner gleichaltrigen Frau - zunächst die Reanimation. Nur wenige Stunden später erlagen aber auch sie ihren Verletzungen. (apa)

24.12.2004 10:33