Montag, 20. Dezember 2004

Mit 235 km/h in Tempo-100-Zone erwischt! Slowakischer Minister hatte es in OÖ. eilig

  • Zivilstreife stellte Politiker und kassierte 700 Euro Strafe
  • Raser konnte erst nach 8 Kilometern gestoppt werden

Ein slowakischer Minister ist am Wochenende mit einer Geschwindigkeit von bis zu 235 km/h in einer Tempo-100-Zone über die A 1, die Westautobahn, bei Linz gerast. Eine Zivilstreife verfolgte das Auto und konnte es erst nach acht Kilometern stoppen. Die Gendarmerie bestätigte gegenüber der APA den Vorfall, gab den Namen des Politikers aber nicht bekannt.

Zwei Beamte der Verkehrsabteilung des Landesgendarmeriekommandos kontrollierten am Wochenende einen Fahrzeuglenker auf der Raststation Ansfelden (Bezirk Linz-Land). Als die Gendarmen - darunter der stellvertretende Chef der Verkehrsabteilung, Major Klaus Scherleitner - wieder auf die Autobahn einbogen, wurden sie plötzlich von einem Auto mit hoher Geschwindigkeit überholt. Die Beamten nahmen sofort die Verfolgung auf und jagten dem slowakischen Pkw hinterher.

Nach acht Kilometern konnte das Fahrzeug bei der Abfahrt Asten-St. Florian gestoppt werden. "Hätte er versucht, uns davonzufahren, hätten wir die Verfolgung aufgegeben. Das wäre zu gefährlich gewesen", sagte Scherleitner. Am Steuer des Wagens saß ein slowakischer Minister - er zahlte 700 Euro Sicherheitsleistung, die sein Bodyguard bar beglich. Zudem werde der Politiker bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt. Die gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen dem Knoten Linz bis nach Asten-St. Florian hatte 208 km/h betragen.
(apa)

20.12.2004 10:02