Tipps fürs Fahren auf glatter Fahrbahn: Wie man bei Glatteis sicher unterwegs ist
- Über Crash oder Nicht-Crash entscheidet das Tempo
- PLUS: Alle KfV-Ratschläge hier im großen Überblick

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Um unfreiwillige Rutschpartien und Schleudermanöver zu vermeiden, empfiehlt sich eine sorgsam gewählte Fahrweise. Die Experten des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) wissen, wie Sie bei Kontakt mit Glatteis nicht den Boden unter den Rädern verlieren: Über Crash oder Nicht-Crash entscheiden Tempo und Abstand.
Des Durchschnittsautofahrers Gespür für Eis trügt oft. Die Fahrsituation auf winterlicher Straßenglätte stellt erhöhte Anforderungen an den Fahrer - dieser ist sich der Grundproblematik zumeist auch bewusst, unterliegt aber dennoch gefährlichen Fehleinschätzungen:
Von der Tücke des "Westentaschen-Effekts"
Auf vertrauten Strecken, die man täglich befährt und daher "wie seine Westentasche" kennt, setzt der gefährliche Effekt der Gewöhnung ein: Aufmerksamkeit und Konzentration lassen nach, es werden keine neuen Reize - wie etwa eine plötzlich rutschige Fahrbahn - erwartet. Der Schreck verzögert die Reaktion: Von der ersten Wahrnehmung der Gefahr Glatteis bis zum Einsatz der Gegenmaßnahmen vergeht wertvolle Zeit.
Hier die wichtigsten KfV-Empfehlungen für die sichere Fahrt auf dem Eis
Bei normalen Straßen- und Witterungsbedingungen gilt im Ortsgebiet eine Sekunde Abstand zum vorderen Fahrzeug als absolutes Mindestmaß. Im Freiland sollten mindestens zwei Sekunden, auf Autobahnen drei bis vier Sekunden Sicherheitsabstand eingehalten werden - dies im Rahmen der jeweils gültigen Tempolimits. Auf Schnee heißt es aber bereits halbe Geschwindigkeit und doppelten Sicherheitsabstand wie auf trockener Fahrbahn, auf Eis ein Viertel der Geschwindigkeit und dreifachen Sicherheits-abstand wählen. Denn der Anhalteweg verlängert sich bei Schnee etwa auf das Vierfache, bei Glatteis mindestens auf das Zehnfache.
Auf rutschiger Fahrbahn alle abrupten Bewegungen des Fahrzeugs, wie schnelles Lenken, starkes Bremsen, "ruckartiges" Schalten und starkes Gasgeben vermeiden. Vorausschauend und "weich" - wie auf rohen Eiern - fahren. Besondere Vorsicht bei Kuppen, Brücken, Wald- und Tunnel-ausfahrten - also überall dort, wo die Windverhältnisse für besonders ergiebige Fahrbahnglätte sorgen.
Auf die richtige Bereifung kommt es an: Bei Temperaturen unter 7 Grad Celsius sind Winterreifen generell die sichereren Wegbegleiter. Überdies: Wer Winterlandschaften mit Sommerreifen durchkreuzt, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch seinen Versicherungsschutz. Wäre ein Verkehrsunfall durch die Verwendung von Winter- statt Sommerreifen vermeidbar gewesen, droht ein Mitverschulden oder der Verlust des Kasko-Schutzes.(red)
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