Dienstag, 14. Dezember 2004

Der Weihnachtskarpfen ist gesund: Fisch tut Gefäßen und auch dem Stoffwechsel gut

  • Analyse: Karpfen ist Alternative in der gesunden Küche
  • PLUS: Die Studien-Ergebnisse im Detail finden Sie hier

Vor den Weihnachtsfeiertagen, an denen der Karpfen zu den traditionellen Speisen gehört, sorgt eine neue Studie für gute Nachrichten für Fisch-Freunde. Der Karpfen genießt ja den Ruf, zu fett und daher ungesund zu sein. Genau das Gegenteil ist der Fall, wie eine neue Analyse zeigt.

Der Ernährungswissenschafter Meinrad Lindschinger lieferte bei einer Pressekonferenz in Graz die Expertise: Genuss von Karpfen erhöht den Cholesterinspiegel nicht, sondern wirkt sich positiv auf Gefäße, Herz-Kreislauf-Funktion und Bauchspeicheldrüse aus und beugt Thrombosen vor.

Gesunde Alternative
"Der steirische Karpfen ist keine Fettbombe, sondern eine Alternative in der gesunden Küche", ist Jörg Holler, Obmann des Verein Netzwerk Teichwirtschaft-Tourismus, überzeugt. Wie die Studie zeige, erhöhe der regelmäßige Verzehr von Karpfen keineswegs den Cholesterinspiegel. Im Gegenteil: Personen mit erhöhtem Cholesterinspiegel profitieren am meisten: Ungesättigte Fettsäuren, die beim Karpfen besonders reichhaltig vorkommen, helfen angeschlagenen Gefäßwänden, sich wieder zu regenerieren.

Studie räumt mit Vorurteilen auf
Mit modernsten molekularbiologischen Verfahren ist es dem Team um den Mediziner Lindschinger gelungen, mit dem Vorurteil aufzuräumen, der Karpfen habe auf einem gesundheitsbewussten Ernährungsplan nichts verloren. Der Ernährungsexperte betont besonders die Kombination mit der Aufnahme von Vitaminen, die den Stoffwechsel positiv beeinflusse und die Funktion der Bauchspeicheldrüse fördere.

Studien-Ergebnis
Eine Gruppe von 30 Personen hat über sechs Wochen drei Mal wöchentlich 20 Dekagramm Karpfen zu sich genommen, um die Wirkung im Praxistest zu überprüfen. Die Ergebnisse belegten, dass sich der Karpfenverzehr neutral auf den Cholesterinspiegel auswirkt, so Lindschinger. Besonders Leute mit erhöhten Cholesterinspiegel sprechen auf die ungesättigten Fettsäuren an - im Blut konnte eine signifikant höhere Konzentration nachgewiesen werden, was den Erhalt von Blutgefäßwänden günstig beeinflusst. Die Fischöle des Karpfens verringerten auch Thrombosebildungen.(apa/red)

14.12.2004 14:04
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