Donnerstag, 16. Dezember 2004

Die vielen Stuben des Herbert Malek: Für NEWS besuchte Alexander Bachl das Franz

  • Verblüffender Neustart an einem ungewöhnlichen Ort
  • Der Top-Kritiker über Stilmix und schwungvolle Küche

Bis Ostern war Herbert Malek gefeierter und mit Sternen, Hauben & Trophäen ausgezeichneter Küchenchef bei Walter Bauer. Dann der überraschende Abgang. Und nun ein ebenso verblüffender Neustart an einem ungewöhnlichen Ort. Wie bereits berichtet, heißt seine neue Wirkungsstätte "Franz", zuletzt als "Schubertstüberl" von Fernsehkoch Franz Zimmer ein Begriff für Japaner und Pensionistenrunden.

Zimmer hatte offenbar einen eigenartigen Geschmack, der von ihm zurückgelassene Stilmix von Hirschgeweih bis Pseudobarock sucht seinesgleichen. Malek versucht hier für sämtliche potenzielle Zielgruppen Adäquates zu kochen und bietet in jedem Raum eine andere Linie:

Verschiedene Linien
Vorne eine Gasthauskarte mit wunderbarem "Schweinswamperl mit Koriandervinaigrette" (Euro 7,10) oder "Feines Lammragout mit weißen Bohnen und Thymian". Und hinten im feineren Teil das, was an Maleks alte Höhenflüge anknüpft. Z. B. einen aufregenden "Blutwurstkuchen auf Rote- Rüben-Butter" (Euro 8,-) oder einen hauchzarten Schweinsrücken mit Sardellenbutter & Salbeierdäpfelklößchen. Die Küche ist also bereits bestens in Schwung, an Ambiente, Weinkarte & Service wird noch zu feilen sein.

Franz, 1010 Wien,
Schreyvogelgasse 4-6,
Tel.: 01/533 71 87,
Sonntag & Feiertag geschlossen

16.12.2004 15:17