Studie: Höhere Frauen-Arbeitslosigkeit nach Bezug von Kinderbetreuungsgeld
- Nur jede zweite Frau schafft Wiedereinstieg nach Karenz
- Ein Drittel bekommt nur geringfügige Beschäftigung
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Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in Österreich vor allem auch weiblich: Das belegen die veröffentlichten Statistiken des Arbeitsmarktservice (AMS) in den vergangenen Monaten. Die Gründe dafür seien die schlechte Lage am Arbeitsmarkt, der Mangel an Lehrstellen, aber auch der "erschwerte Wiedereinstieg" nach Bezug des Kinderbetreuungsgeldes, erläuterte AMS-Frauenreferentin Eva Egger der APA. Laut einer Studie des Synthesis-Instituts versuchten drei von vier Frauen den Wiedereinstieg nach der Elternkarenz, aber nur jede Zweite schafft ihn.
Wien (APA) - Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist in Österreich vor allem auch weiblich: Das belegen die veröffentlichten Statistiken des Arbeitsmarktservice (AMS) in den vergangenen Monaten. Die Gründe dafür seien die schlechte Lage am Arbeitsmarkt, der Mangel an Lehrstellen, aber auch der "erschwerte Wiedereinstieg" nach Bezug des Kinderbetreuungsgeldes, erläuterte AMS-Frauenreferentin Eva Egger der APA. Laut einer Studie des Synthesis-Instituts versuchten drei von vier Frauen den Wiedereinstieg nach der Elternkarenz, aber nur jede Zweite schafft ihn.
Schwieriger Wiedereinstieg nach Elternkarenz
Mit Stichtag 1. Dezember 2004 waren beim AMS 132.271 Frauen arbeitslos gemeldet. Das ist ein Plus zum Vorjahreszeitraum um 0,5 Prozent. Besonders auffällig: In der Gruppe der 25- bis 49-jährigen Frauen wird ein Anstieg um 3,8 Prozent verzeichnet. Im Oktober war der Anstieg ausschließlich weiblich: Bei den Männern nahm die Arbeitslosigkeit um 1,3 Prozent ab, bei den Frauen um 2,4 Prozent zu. Die Gründe dafür sind wohl eine "Mischung von allem", merkte Egger an: die Familiensituation von Frauen, die Lage am Arbeitsmarkt, die nach wie vor traditionelle Berufswahl bei Mädchen und nicht zuletzt der schwierige Wiedereinstieg nach der Elternkarenz. "Der Wiedereinstieg hat sich erschwert, vor allem nach längerer Abwesenheit", betonte Egger.
Wiedereinstieg gelingt nur jeder Zweiten
Laut einer Untersuchung der Innsbrucker Forschungsgesellschaft Synthesis im Juli 2004 versuchen drei von vier Frauen einen Wiedereinstieg, aber nur jeder Zweiten gelingt es. Wenig verwunderlich: Den höher qualifizierten Frauen gelingt der Wiedereinstieg leichter. 83 Prozent der Akademikerinnen hatten 2003 eine Standardbeschäftigung, aber nur 57 Prozent der Pflichtschulabgängerinnen. Unter den Frauen, denen ein Wiedereinstieg gelingt, nimmt jede Dritte nur eine geringfügige Beschäftigung auf.
(apa/red)
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