Heuer noch 56 Frühpensionierungen bei ÖBB fix: Weitere sind nicht auszuschließen
- Obergrenze liegt bei etwas mehr als 1.000 Mitarbeiter
- Bis 2010 soll Personal auf 35.500 reduziert werden
ÖBB-Chef Huber will heuer noch zumindest weitere 56 Mitarbeiter in Frühpension schicken. Die Fälle seien bereits auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft worden. Eine Weiterbeschäftigung dieser Mitarbeiter sei trotz geplanter Alternativmodelle nicht möglich, sagte Huber. Ob heuer noch mehr Eisenbahner in Frühpension gehen werden, wollte Huber "nicht ausschließen".
Gerüchte, wonach heuer noch 1.600 Mitarbeiter in Frühpension geschickt werden sollen, werden im Management als "falsch" bezeichnet. Die Obergrenze seien nach dem Gesetz die etwas mehr als 1.000 Mitarbeiter, die derzeit als "verfügbar" gemeldet seien, meinte ein führender ÖBB-Manager, der nicht genannt werden möchte. Rund 600 davon seien schon über ein Jahr freigestellt oder im Krankenstand. Eine Wiedereingliederung dieser Mitarbeiter sei bisher nicht möglich gewesen.
Allerdings seien einige dieser Mitarbeiter unter 47 Jahre alt und unter dieser Grenze werde niemand in Frühpension geschickt werden. De facto würden wohl einige hundert Mitarbeiter in Frühpension geschickt werden, heißt es. ÖBB-Holding-Chef Huber will konkrete Zahlen nicht kommentieren. Mitarbeiter, die sich durch Krankenstand vor der Arbeit drücken, werde man aber "sicher nicht mit der Frühpensionierung belohnen", so Huber.
In Summe wollen die ÖBB den Mitarbeiterstand bis 2010 auf 35.500 Eisenbahner reduzieren. Derzeit haben die Bundesbahnen noch 45.483 Mitarbeiter, rund 14.700 davon sind über 47 Jahre alt. 80 Prozent der ÖBB-Bediensteten sind pragmatisiert, können also nicht gekündigt werden. (apa)
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