Neue Studie beweist: Das Gehirn des Schiedsrichters ist mit Abseits überfordert
- Muss fünf bewegende Objekte im Auge behalten
- Das Gehirn und das Auge sind damit überfordert
Wenn der Schiedsrichter nach Meinung der Fußball-Fans wieder einmal zu Unrecht Abseits pfeift, sollten sie nicht zu hart mit ihm ins Gericht gehen: Er kann es gar nicht besser wissen - sagt eine wissenschaftliche Studie. Dem menschlichen Hirn ist es demnach unmöglich, die komplizierte Situation mit mehreren sich bewegenden Objekten in der gebotenen Eile richtig einzuschätzen, erklärte der spanische Arzt Francisco Belda Maruenda in einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für das "British Medical Journal".
"Um die Abseitsregel richtig anzuwenden, muss der Schiedsrichter fähig sein, mindestens fünf Objekte zur selben Zeit in seinem Blickfeld zu verfolgen: Zwei Spieler der angreifenden Mannschaft, die hintersten beiden Spieler der verteidigenden Mannschaft und den Ball." Es lasse sich wissenschaftlich nachweisen, dass das Auge und das Gehirn damit überfordert seien. Nur das Betrachten von Mitschnitten könne verlässlich Aufschluss darüber geben, ob ein Tor gegeben werde könne oder nicht.
Die Regel besagt, dass ein Spieler der angreifenden Mannschaft dann im Abseits steht, wenn er sich bei der Ballabgabe in der gegnerischen Hälfte näher zur Torlinie befindet als zwei gegnerische Spieler.
(apa)
