Schließungswelle kommt: 357 Postämter müssen März und Juni 2005 zusperren
- Für jede zugesperrte Post wird's Alternativen geben
- Dafür keine neuen Porto-Erhöhungen
Das Jahr 2005 wird österreichweit voraussichtlich für 357 Postämter das Aus bedeuten. Trotz Protesten der Gemeinden und der Politik will die Österreichische Post AG in der zweiten Schließungswelle nach 2002 damit rund ein Viertel der derzeit noch 1.640 Postämter zusperren. Die Schließungen werden nach Einigung mit den Bürgermeistern voraussichtlich in der Zeit zwischen März und Juni erfolgen.
Für jedes zugesperrte Postamt soll es aber Alternativen geben. So sollen in bis 100 Gemeinden Greißler die Postamt-Agenden übernehmen. Teilweise sollen auch in den Gemeindeämtern Post-Servicestellen eingerichtet werden und einige Orte will die Post auch mit neuen "Post-Mobilen" anfahren. Wo sich das alles nicht rentiert, wird zumindest der Briefträger zum Landzusteller aufgewertet werden und als solcher zum Beispiel künftig auch Pakete und Briefe annehmen.
Bis Mitte Jänner muss die Post der Regierung allerdings noch ein detailliertes Konzept vorlegen, wie sie mit diesen Lösungen die flächendeckende Post-Versorgung sicherstellen will. Außerdem wird es nach dem Willen der Politik für jedes Bundesland eine Kommission geben, die über die Postamtsschließungen entscheidet, wenn sich Post und Bürgermeister nicht einigen.
Die Post will durch die Rationalisierungspläne bis 2007 pro Jahr 22,7 Mio. Euro einsparen. Dafür wird es - nach den kräftigen Preiserhöhungen im abgelaufenen Jahr - 2005 vorerst keine Anhebung des Brief- und Paketportos geben. Pakete waren per 1. Mai 2004 um bis zu acht Prozent, Briefe per 1. Juni 2004 sogar um bis zu 30 Prozent teurer geworden. Ein Standardbrief kostet seither 55 statt davor noch 51 Cent.(apa/red)
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