Donnerstag, 16. Dezember 2004

Erneut blutige Kämpfe im Westen Nepals: Mindestens fünf Todesopfer

  • Maoistische Rebellen bei Zusammenstößen getötet

Bei neuen Kämpfen im Westen Nepals sind mindestens fünf maoistische Rebellen getötet und vier Soldaten verletzt worden. Der staatliche Sender Radio Nepal meldete am Donnerstag, Maoisten hätten rund 160 Kilometer westlich der Hauptstadt Kathmandu Sicherheitskräfte angegriffen, die dort Telekommunikationsanlagen bewachten.

Bei den schweren Kämpfen rund 250 Kilometer westlich von Kathmandu sind nach jüngsten Angaben des nepalesischen Staatsfernsehens 21 Soldaten getötet worden. Die Leichen von sechs Rebellen seien geborgen worden. Sicherheitskräfte sprachen allerdings von "Dutzenden" getöteten Maoisten. Zunächst hatte es geheißen, 20 Rebellen und 13 Soldaten seien getötet worden.

Vor dem Jahrestag des von den Maoisten im Februar 1996 ausgerufenen "Volkskrieges" war eine Zunahme der Rebellen-Angriffe erwartet worden. Der Konflikt hat bisher mehr als 11.000 Menschen das Leben gekostet. Die Rebellen kämpfen für ein kommunistisches Regime in Nepal. (apa)

16.12.2004 10:51