Nach Gefecht mit Polizei getötet: Geisel- nehmer erschießen Türken in Afghanistan
- Fahrer und Übersetzer des Türken wurden freigelassen
Ein türkischer Ingenieur, der am Dienstag in Ostafghanistan entführt worden war, ist von seinen Geiselnehmern getötet worden. Die afghanischen Sicherheitskräfte hätten die Entführer und ihre Gefangenen eingekreist, sagte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Mittwoch in Kabul.
Dabei sei es auch zu einem kurzen Feuergefecht gekommen, bei dem ein Polizist leicht verletzt worden sei. Die Geiselnehmer hätten den Fahrer und den Übersetzer freigelassen und den Türken mit mehreren Schüssen getötet.
Die drei waren am Dienstagnachmittag in der Provinz Kunar rund 200 Kilometer nordöstlich von Kabul verschleppt worden. Der türkische Ingenieur hatte nach Angaben der US-Botschaft für das US- Bauunternehmen Louis Berger gearbeitet. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat.
Bereits zwischen Oktober 2003 und März 2004 waren vier türkische Ingenieure zusammen mit zwei indischen Kollegen in Afghanistan entführt worden. Einer der Türken wurde getötet; die anderen wurden nach einem Monat in Gefangenschaft freigelassen. Vor drei Wochen kamen drei Wahlhelfer der Vereinten Nationen aus ihrer Geiselhaft frei. Sie waren Ende Oktober in Kabul entführt worden. (apa)
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