Schwache Entschädigung: US-Armee will Bewohnern Fallujas "Trost-Zahlung" leisten
- Für Stadt-Zerstörung soll jede Familie 500 $ erhalten
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Als Wiedergutmachung für die teilweise Zerstörung der irakischen Widerstandshochburg Falluja will die US-Armee 500 Dollar (377 Euro) an jede zurückkehrende Familie bezahlen. Den Heimkehrern solle mit der "Trost-Zahlung" gezeigt werden: "Uns tut es Leid, was mit eurer Stadt passiert ist", sagte Hauptmann Paul Batty von der US-Marineinfanterie am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP in Falluja.
Die Stadt wurde bei der am 8. November begonnenen US-Großoffensive gegen sunnitische Rebellen schwer beschädigt. Laut Batty flüchteten nahezu sämtliche 300.000 Bewohner aus Falluja.
Ursprünglich war geplant gewesen, die geflohene Zivilbevölkerung ab Mittwoch wieder heimkehren zu lassen. Dieses Datum sei wegen anhaltender Kämpfe im Nordosten der Stadt um mindestens eine Woche verschoben worden, sagte Batty. Bei einer zunächst zeitlich begrenzten Rückkehr sollen die Familienoberhäupter die Schäden an ihren Häusern begutachten, um anschließend Schadenersatz bei der irakischen Regierung beantragen zu können. "Die Bevölkerung wird sehr wütend sein, wenn sie das Ausmaß der Zerstörung sieht", räumte der US-Hauptmann ein. Mindestens jede dritte Wohnung in Falluja ist nach Angaben eines US-Offiziers so schwer beschädigt, dass die Bewohner nicht dorthin zurückkehren können.
(apa)
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