Ex-Innenminister Strasser von Präsident Fischer empfangen: "Sie sind so fröhlich!"
- Details der Unterredung wurden nicht bekannt gegeben
- Strasser: Berufliche Entscheidung im ersten Quartal '05
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Strasser war erst dritter VP-Innenminister seit 1945
Der abgetretene Innenminister Ernst Strasser hat Donnerstag Mittag in der Hofburg eine Art Abschiedsbesuch absolviert. Bundespräsident Heinz Fischer nahm sich eine gute halbe Stunde Zeit, mit dem nunmehrigen Privatmann über dies und das zu plaudern. Über den Inhalt des Gesprächs gab es keine Informationen. Zu seiner Zukunft meinte Strasser, die Entscheidung über die Art seiner Tätigkeit in der Privatwirtschaft werde im ersten Quartal 2005 fallen.
Jedenfalls demonstriert der frühere Minister unverdrossen gute Laune. Ohne Begleitung erschien er - jetzt vermutlich unter weniger starkem Termindruck - zehn Minuten zu früh beim Bundespräsidenten und scherzte Journalisten, Fotografen und Kameraleute an: "Da gibts nichts Interessantes. Könnts euch nicht von mir trennen?" Angesichts des breit grinsenden Strasser konnte auch das Staatsoberhaupt beim begrüßenden Händeschütteln kaum anders, als fast schon erstaunt auszurufen: "Sie sind so fröhlich heute!"
Nach einer halben Stunde des Kaffeetrinkens hinter verschlossenen Türen verabschiedete Fischer dann seinen Gast, ohne sich über das Besprochene zu äußern. Auch Strasser verwies auf die Vertraulichkeit der Unterredung unter vier Augen. Über die unklare Regelung bezüglich seiner dauerhaften Nachfolge wollte sich der Ex-Minister ebenfalls nicht öffentlich äußern: "Ich bin Staatsbürger und habe das Recht, mir das selber zu denken." Dass nun fürs Erste Verteidigungsminister Günther Platter eine Doppelfunktion innehat, sieht Strasser aber als richtigen Schritt.
Überhaupt zeigte sich der Ex-Minister äußerst bemüht, ein positives Verhältnis zu Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) hervorzukehren: "Mein Respekt gilt dem Herrn Bundeskanzler", dementierte Strasser indirekt, dem VP-Chef unlängst in einem Interview ausgerichtet zu haben, dass dieser glaube, es müsse immer alles nach seinem Schädel gehen. (apa/red)
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