Nach geglücktem Banküberfall: 74-jähriger Bankräuber in Wien im WC festgenommen!
- Pensionist tarnte sich mit Kappe und Pflaster auf Nase
- Postüberall in Wien: Täter flüchten mit gestohlenem Pkw
Eine Bank und ein Postamt waren am Donnerstag Schauplätze von Überfällen in Wien. Während zwei Täter zunächst mit einem gestohlenen Wagen entkommen konnte, klickten für jenen Mann, der die BA-CA-Filiale auf dem Stephansplatz 2 beraubt hatte, die Handschellen. Der 74-Jährige wurde nach kurzer Flucht in einem Gang-WC in einem Wohnhaus entdeckt und festgenommen.
Der Bankräuber hatte das Kreditinstitut gegen Mittag mit einer scharfen Pistole im Kaliber 9mm betreten, berichtete Dr. Hannes Scherz von der Kriminaldirektion 1 (KD 1). "Überfall! Geld her!", rief der eigenwillig maskierte Mann: Zur Tarnung trug er ein Kapperl und ein über die Nase geklebtes Pflaster. Der Kassier packte seinem ungebetenen Kunden Bares und das Alarmpakt ein.
Bereits auf dem Stephansplatz explodierte dieses. Zeugen wurden auf den Vorfall aufmerksam und sahen den Verdächtigen in ein Haus in der Nahen Singerstraße laufen. Polizisten durchsuchten das Gebäude und fanden Josef R. aus Wien-Landstraße in einem Gangklo im zweiten Stock versteckt. Das Motiv des wegen Betrugs vorbestraften Mannes klingt logisch: Er habe Geld gebraucht, sagte er bei der Einvernahme durch Beamte der Gruppe Fleischhacker.
Postamt in Meidling überfallen
Zwei Täter hatten kurz zuvor das Postamt in der Hetzendorfer Straße 76 in Meidling heimgesucht. Ihr Fluchtfahrzeug - einen gestohlenen roten VW Golf - parkten die Männer etwa 50 Meter vom Tatort entfernt in einer Seitengasse. Nach kurzer Beabachtung stürmte das Duo in das Amt, wo sie drei Angestellte und drei Kunden bedrohten. "Zumindest einer der Räuber hatte eine Faustfeuerwaffe", so Scherz.
Beide Kriminelle sprangen über das Pult, sie rissen die Handkassen heraus und entleerten das Geld. Hoch dürfte die Beute aber nicht sein, meinte der stellvertretende Leiter der KD 1. Mit dem VW fuhren die etwa 20 bis 25 Jahre alten Männer in Richtung Süden davon. Die Verdächtigen stammen vermutlich aus dem Osten, sind 1,70 bzw. 1,80 bis 1,85 Meter groß, von sportlicher Statur und schlank. Zur Maskierung hatten sie die Kapuzen ihrer Sweat-Shirts ins Gesicht gezogen. Die Ermittlungen führte die Gruppe Pripfl. (apa)
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