Donnerstag, 16. Dezember 2004

Folterskandal im Bundesheer: Staats-anwaltschaft prüft Vorfälle in Bludesch

  • Schein-Erschießungen im Mittelpunkt der Untersuchung

Die Vorfälle rund um die Geisel-Übung in der Walgau-Kaserne in Bludesch im Dezember 2003 werden nun auch von der Staatsanwaltschaft geprüft. "Es besteht auch in Bludesch der Verdacht auf eine entwürdigende Behandlung von Untergebenen laut Militärstrafgesetz - und genau daraufhin untersuchen wir den Vorfall", sagte Staatsanwalt Franz Pflanzner.

Geprüft werden unter anderem die Schein-Erschießungen, die im Zuge der Übung angedeutet wurden. Der Vorarlberger Militärkommandant Gottfried Schröckenfuchs bestätigte, dass es solche gegeben hat. Er betonte aber auch, "dass der Bundesheer-Beschwerdekommission das bekannt ist". Der im Verteidigungsministerium für das Disziplinar- und Beschwerdewesen zuständige Brigadier Harald Leopold sagte am Mittwoch zu dem Fall, es werde allen Vorwürfen lückenlos nachgegangen. (apa)

16.12.2004 16:34