Mittwoch, 15. Dezember 2004

Österreicher geben sich vor Weihnachten Mühe: Geschenke werden selbst verpackt!

  • Beliebt ist einfaches Pack-, Seiden- oder Buntpapier
  • Billa- und Sparsackerl sind auf jeden Fall zu vermeiden

Österreicher verpacken ihre Weihnachtsgeschenke am liebsten selbst - und zwar mit einfachem Seiden- oder Buntpapier samt Masche. Das ergab eine repräsentative Befragung der WU Wien, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Nur sechs Prozent der rund 550 Befragten packen ihre Präsente gar nicht ein.

73 Prozent der Befragten betätigen sich zu Hause als Kleinkünstler und versehen Bücher, Puppen, Elektrogeräte etc. liebevoll mit Geschenkpapier, Bändern und Masche. 21 Prozent sparen Zeit und lassen ihre Geschenke gleich im Geschäft einpacken. Auf ansprechende Verpackung werde nach wie vor Wert gelegt und der Müllberg nach Weihnachten sei somit vorprogrammiert, so das Resümee der Befragung.

Was die Optik anbelangt setzen Herr und Frau Österreicher augenscheinlich auf einen Kompromiss zwischen Umweltfreundlichkeit und Repräsentativität: Am häufigsten findet man unter heimischen Christbäumen Präsente in Pack-, Seiden- oder Buntpapier.

Auf Platz zwei der "Wunschpakete" liegt eine in foliertes Geschenkpapier gewickelte Aufmerksamkeit, dicht gefolgt von Präsentsackerln aus Papier. Höherwertige, folierte Sackerl aus glänzenden Materialien finden bei 25 Prozent eine Anhängerschaft. Aus Umweltgründen, so die Studie, bevorzugen lediglich 20 Prozent der Befragten Geschenkpapier mit Metallic-, Silber- und Gold-Effekten.

Jutesäcke, einfache Kartons und Kisten aus Wellpappe finden hingegen so gut wie keinen Anklang. Auch Billa- und Spar-Sackerl sollten als Weihnachtsverpackungen lieber vermieden werden. (apa)

15.12.2004 16:09