Dienstag, 21. Dezember 2004

Alles andere als still und besinnlich: Fast 50% der Österreicher streiten zu Weihnacht

  • Bei 7 Prozent bewirkt Fest depressive Verstimmungen
  • Vorsätze fürs neue Jahr: Mehr Sport, Rauchen aufgeben

Fast jeder zweite Österreicher streitet zu Weihnachten, ist einsam oder traurig. Das ist ein zentrales Ergebnis der ISMA-Umfrage im Auftrag des Fonds Gesundes Österreich zum Thema "Macht Weihnachten krank?". 46 Prozent der 500 telefonisch Befragten gaben an, dass sie Weihnachten auch mit Stress, Streit und Ängsten verbinden. Für sieben Prozent der Österreicher ist das Fest der Feste sogar der Auslöser für depressive Verstimmungen, bei den allein Lebenden trifft das sogar jeden Fünften.

"Die Umfragedaten zeigen auch, wie weit Wunsch und Wirklichkeit auseinander klaffen. Fast alle wünschen sich Gesundheit, Frieden und besinnliche Tage im Kreis der Familie, erleben aber oft Hektik, Konsumzwang und Streit um den Festtagsbraten", resümierte Dennis Beck, Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich. Immerhin 34 Prozent gaben wohl auch deshalb an, froh zu sein, wenn Weihnachten wieder vorbei ist. Nur 39 Prozent bezeichneten sich als Festtagsgenießer, 16 Prozent sind absolute Festtagsgegner.

97 Prozent wollen Harmonie
Dabei sehnt sich die Mehrheit in der "stillsten Zeit des Jahres" nach Harmonie und Ruhe im Kreis der Familie: 97 Prozent legen Wert auf den familiären Zusammenhalt, 90 Prozent sehnen sich nach Stille und Besinnung und 90 Prozent wollen mehr Zeit mit Freunden und Bekannten verbringen. Demgegenüber stehen aber jene 31 Prozent, die Verwandtenbesuche als "nervig" bezeichnen. Dennoch verbringen 90 Prozent die Festtage mit der Familie, insgesamt zehn Prozent mit dem Partner oder Freunden und nur drei Prozent alleine. Einer von 100 gab an, Weihnachten gar nicht zu feiern.

Vom Christkind wünschen sich die Österreicher mehrheitlich (zu 80 Prozent) Immaterielles und dabei wiederum vor allem Gesundheit. "Gesund bleiben" ist für 26 Prozent ganz oben auf der Liste ans Christkind, gefolgt von Gesundheit für die Familie/den Freundeskreis zu zwölf Prozent. Der Punkt "Gesundheit generell" kam auch noch auf zehn Prozent, knapp "besiegt" vom Wunsch nach dem Weltfrieden mit elf Prozent. Bei den materiellen Wünschen lag der Traum vom Urlaub mit vier Prozent voran.

Klassiker fürs Neue Jahr: Weniger Sport, Rauchen aufgeben
Erhoben wurden auch schon die Vorsätze fürs Jahr 2005: Mehr Bewegung bzw. Sport will demnach jeder Fünfte machen, abnehmen möchten zwölf Prozent und elf Prozent wollen mit dem Rauchen aufhören. Für ebenso viele ist ein erfolgreicher Schul- oder Studienabschluss das Ziel für das Neue Jahr.
(apa)

21.12.2004 21:49