Weltweit Rekordergebnisse im Tourismus: Jetzt möchte man auf Nachhaltigkeit setzen
- 2004 steigt Anzahl der Asien-Touristen um 37 Prozent
- Kampagnen gegen Ausbeutung in Entwicklungsstaaten

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Heuer mehr Reisende als im bisherigen Rekordjahr
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Dominica: Nachhaltigkeit und Naturschutz als Ziele
·Syrien: Das noch unberührte Reiseziel
DIASHOW mit Infos über das historische Land
Bereits vor dem Jahreswechsel 2004/2005 jubeln die Fremdenverkehrsexperten über das laufende Geschäftsjahr, das als überaus starkes Jahr in die Geschichte eingehen wird, so die World Tourism Organisation (WTO). Nach drei zuletzt schwachen Jahren erwarten die internationalen Experten einen Zuwachs von rund zehn Prozent.
Gewinner waren alle Kontinente. Vergleichszahlen liegen von den 120 Mitgliedsstaaten der Organisation vor.
Erfolgreiche Messe in London
Erfolgreich war auch die 25. World Travel Market Messe in London, die ihre bisher beste Schlussbilanz auf drei Ebenen behaupten konnte: Sowohl bei den Besuchern, als auch bei den Ausstellern und der Ausstellungsfläche brach die WTM alle bisherigen Rekorde. Mehr als 46.000 Menschen besuchten die Messe, die Aussteller aus 193 Ländern beherbergt hat. Auch dort sprachen die Veranstalter und Experten von einem neuen Rekordjahr des Tourismus. Während in den vergangenen drei Jahren die Wachstumsraten nur bei etwa einem Prozent lagen - Gründe dafür waren Terror, SARS der Irak-Krieg und eine schwache wirtschaftliche Situation - stellt sich für 2004 Optimismus ein.
Plus 37 Prozent in Asien
Asien und der Pazifik verzeichneten in diesem Jahr ein sensationelles Wachstum von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit 24 Prozent war auch das Wachstum in den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens äußerst stark. Im Vergleich dazu stieg der Fremdenverkehr in Europa um nur sechs Prozent. Die Experten gehen allerdings davon aus, dass im letzten Quartal des Jahres das Wachstum wieder langsam zurückgeht.
Nachhaltiger Tourismus
Dass Nachhaltigkeit im Fremdenverkehr zu einem immer wichtigeren Thema wird, ist bei dem Forum for Peace and Sustainable Development festgestellt worden. Zu den zentralen Themen gehört dabei etwa die Prävention von sexueller Ausbeutung von Kindern im Tourismus. "Das Forum ist eine weitergeführte Initiative, die in Brasilien entwickelt wurde und bis 2006 fortgeführt wird", so WTO-Generalsekretär Francesco Frangialli. "Nachhaltiger Tourismus soll Millionen von Jobs in Entwicklungsländern schaffen", wünscht sich der Experte. Unterstützung findet er auch beim brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva. Zu den vorrangigen Aufgaben zählt demnach die Schaffung von ethischen Grundsätzen für den globalen Fremdenverkehr. Damit sollen die Erfolge des "Internationalen Jahres für nachhaltigen Tourismus 2002", die in der Deklaration von Quebec festgelegt wurden, fortgesetzt werden. (pte)
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