Freitag, 10. Dezember 2004

Österreicher essen viel und gerne Wurst: Welche Wurstsorten besonders beliebt sind

  • Österreichs Haushalte essen jährlich für 128 Euro Wurst
  • PLUS: Nach welchen Kriterien Wurst ausgewählt wird

Rund 128 Euro jährlich lassen sich die österreichischen Haushalte ihren Wurst- und Schinkengenuss kosten. Spitzenreiter ist Vorarlberg mit 148 Euro, Schlusslicht das Burgenland mit 110 Euro. Beliebteste Sorte ist die Extrawurst, von der 2003 zirka 8.800 Tonnen verkauft worden sind. Es folgten Frankfurter, Leberkäse und Knackwurst. Dies geht aus aktuellen Zahlen der Agrarmarkt Austria (AMA) hervor.

Insgesamt wird 2004 der Verbrauch an Wurst und Schinken mit 106.527 Tonnen in etwa auf dem Niveau von 2003 und 2002 liegen. Einen Einbruch gab es 2001, wo bedingt durch die BSE-Krise der Konsum auf knapp 94.000 Tonnen zurückging.

Niedrigere Preise
Leicht rückläufig ist die Wertentwicklung bei Würsten und Schinken. Lag sie 2003 bei 839 Mio. Euro, beträgt sie 2004 voraussichtlich 834 Mio. Euro. Zum Vergleich: Vor fünf Jahren betrug der Wert knapp 740 Mio. Euro. Der Grund für die etwas gesunkenen Einnahmen sei die Preisschlacht der Handelsketten, so die AMA.

Veränderte Kaufprioritäten
Etwas verändert haben sich die Kaufprioritäten der Österreicher. War im Jahr 2000 noch die strenge behördliche Prüfung der Produktqualität der wichtigste Kundenwunsch, ist es 2004 die besondere Frische. Gleichzeitig ist es aber nur zwei von drei Konsumenten wichtig, dass die Ware nicht vorverpackt ist. Immerhin jedem fünften Konsumenten ist es egal, ob das Produkt aus Österreich oder dem Ausland kommt.

Hohe Qualität
Dabei ist heimische Wurst von besonderer Qualität, wie der Vorsitzende der Lebensmittelrechts-Unterkommission Fleisch und Fleischwaren, Friedrich Bauer, am Freitag vor Journalisten erklärte. Die Kontrollen seien sehr streng und österreichische Wurst würde weniger Zusatzstoffe enthalten als die meisten anderen Lebensmittel, so Bauer.(apa/red)

10.12.2004 14:03
GUSTO-Rezeptsammlung