Prioritätenwechsel in der Hosentasche: Handy ist das Schweizer Messer von heute!
- Sicherheitsaspekt und Uhr nicht mehr wegzudenken
- Immer mehr Senioren kommen auf den Geschmack
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Würde MacGyver heute noch einmal gedreht werden, er hätt kein Taschenmesser, sondern ein Handy bei sich. Wie eine aktuelle Studie von Mobilkom Austria und Fessel-GfK ergibt, bekommt das nämlich immer mehr den Ruf als eine Art Schweizer Messer. Das mobile Telefon wird mehr und mehr multifunktional genützt: Neben dem Sicherheitsaspekt, um in Ausnahmesituationen jederzeit Hilfe rufen zu können, gaben die 1.000 Befragten an das Handy auch als Uhr, Wecker, Kalender oder Zeitung zu nutzen.
Durchschnittlich elf Handygespräche pro Wochentag sind eine Steigerung um mehr als 14 Prozent gegenüber dem Jahr 2003. Auch der Trend aus dem Vorjahr, dass Männer deutlich mehr telefonieren würden als Frauen, hat sich weiter bestätigt. Männer, die ihr Handy beruflich nutzen telefonieren am häufigsten, nämlich knappe 14 Mal pro Wochentag, wohingegen Frauen nur acht Mal zum "Hörer" greifen.
Uhr und Wecker nicht wegzudenken
Unter den Handy-Zusatzfunktionen ist vor allem die Uhr nicht mehr wegzudenken: 77 Prozent der Österreicher schauen regelmäßig oder gelegentlich auf die Zeitangabe ihres Mobiltelefons, so Mobilkom-Marketingchef Hannes Ametsreiter. Auch Wecker und Kalender werden zunehmend durch das Multifunktionsgerät ersetzt: 60 Prozent lassen sich in der Früh durch den Handy-Klingelton aus dem Schlaf holen und 42 Prozent verwalten regelmäßig oder zumindest ab und zu ihre Termine am Mobiltelefon. Immerhin 17 Prozent der rund 5,9 Millionen österreichischen Handynutzer sind mobile Abo-Kunden und erhalten maßgeschneiderte Informationen via Telefon.
Senioren kommen auf den Geschmack
Beachtlich ist, dass auch Senioren zunehmend zu "Handy-Usern" werden: Jeder Zweite zwischen 55 und 69 Jahren verschickt zum Beispiel Kurzmitteilungen via Handy. Bei den über 70-Jährigen ist es immerhin fast jeder Vierte.
Handy vermittelt Sicherheit
Besonders positiv wird das "Alltagsgerät Handy" auf Grund der Tatsache wahrgenommen, dass es Sicherheit vermittelt, meinte Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer von Fessel GfK. 82 Prozent der Befragten erachten es als wichtig, dass ältere Menschen ein Handy für Notfallsituationen bei sich tragen und 67 Prozent finden es vor allem für Kinder in brenzligen Augenblicken wichtig. Mehr als jeder Zweite gab an, das Mobiltelefon bei Freizeitaktivitäten bei sich zu tragen, um in Ausnahmesituationen mit der Außenwelt verbunden zu sein. (apa/red)
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