Donnerstag, 9. Dezember 2004

Tele2 schließt Übernahme von UTA ab: Bis zur Fusionierung bleiben Firmen bestehen

  • Tele2-Chef übernimmt die Führung beider Konzerne
  • In die Entbündelung soll jetzt kräftig investiert werden

Nach dem Vorliegen der kartellgerichtlichen Genehmigung und aller erforderlichen Gremienbeschlüsse hat die börsenotierte schwedische Telekomgruppe Tele2 die Übernahme des größten alternativen österreichischen Telekomanbieters UTA Telekom nun formalrechtlich abgeschlossen. Die Führung der beiden fusionierten Unternehmen wird künftig Tele2 Österreich-Chef Norbert Wieser übernehmen.

Der UTA-Vorstandsvorsitzende Günther Ofner scheidet aus dem Vorstand aus. Die Tele2-Mitarbeiter werden vor Weihnachten zum Sitz der UTA in den Wiener Ares Tower übersiedeln. Bis zur endgültigen Verschmelzung bleiben beide Unternehmen getrennt bestehen und führen alle Services unverändert fort. "Hauptaufgaben der neuen Führung sind die weitere Expansion des Geschäfts und die reibungslose Integration der beiden Unternehmen, die schrittweise im Laufe des nächsten Jahres erfolgen wird", bemerkte Wieser.

Auch in die Entbündelung soll weiter investiert werden. Durch den weiteren Standortausbau sollen 2005 bereits an 146 Standorten direkte Services angeboten werden, damit können zwei Drittel aller Unternehmen und 60 Prozent der privaten Haushalte erreicht werden. Ein Mitarbeiterabbau sei derzeit kein Thema, hieß es auf APA-Anfrage aus der UTA.

Tele2 hat für 100 Prozent an der UTA insgesamt 213 Mio. Euro bezahlt. Mit dem Zusammenschluss entsteht der mit Abstand größte und leistungsfähigste alternative Telekom-Komplettanbieter Österreichs mit einem Gesamtjahresumsatz von rund 330 Mio. Euro. Das neue Unternehmen ist in den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Internet und Daten für Privat- und Geschäftskunden aktiv. (apa)

9.12.2004 09:36