Montag, 6. Dezember 2004

Umfassende KV-Reform: Sparkassen- Sektor bekommt völlig neues Gehaltsschema

  • Einstiegsgehälter erhöht, Einkommenskurve flacher
  • 16.000 Beschäftigte der Sparkassen-Gruppe betroffen

Der Sparkassensektor bekommt nächstes Jahr ein völlig neues Gehaltsschema, es ist dies die bisher umfassendste KV-Reform im Sektor überhaupt. Laut der am Montag gemeinsam von Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern verkündeten Einigung wird die Einkommenskurve flacher, dafür sind die Einstiegsgehälter um elf bis 15 Prozent höher, und Leistungsträgern ist ein rascherer Aufstieg möglich.

Das neue Schema gilt für 16.000 Beschäftigte der Sparkassen-Gruppe inklusive Erste Bank, mit der BA-CA wären es 27.000, sollte der vom Vorstand Mitte Oktober erklärte und von Betriebsrat und Gewerkschaft bekämpfte Wechsel vom Sparkassen- in den Banken-KV rechtlich nicht "halten". Michael Ikrath, Generalsekretär des Sparkassenverbandes, sagte, mit der endgültigen Einigung nach drei Jahren sei eine "Quadratur des Kreises" gelungen. Die flachere Gehaltskurve werde mittel- und langfristig deutliche Kostenreduktionen bringen und die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors stärken. Dies bringe die Sparkassen- Gruppe dem Ziel näher, Marktführer in Österreich zu werden.

Auch die Arbeitnehmervertreter sprachen von einem "wichtigen KV- Abschluss", der nach "schwierigen Verhandlungen" zu dem gleitenden und damit sozial verträglichen Übergang ins neue Schema erzielt worden sei. Es biete den einzelnen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich besser zu entwickeln als im alten System.

Mit 1. Jänner 2005 erfolgt im Sparkassensektor zunächst noch eine Gehaltsvorrückung nach dem alten System, danach startet der Übergang. Der Umstieg ins neue Schema dauert bis zu zehn Jahren, wie Benischek sagte. Statt bisher 30 zeitabhängigen Vorrückungen gibt es künftig nur noch neun, die laut Fuhrmann nach bestimmten Erfahrungs- und Kompetenzkriterien innerhalb von zehn bis 21 Dienstjahren erreicht werden können.(apa/red)

6.12.2004 13:25