Samstag, 11. Dezember 2004

Weihnachtseinkauf am 3. Adventsamstag: Zufriedenheit im Wiener Handel!

  • Kundenfrequenz besser als im Vorjahr
  • 450 Busse mit Einkaufstouristen strömen nach Wien

Das Weihnachtsgeschäft verläuft für den Wiener Handel weiterhin positiv. Auch der dritte Einkaufssamstag lockte zahlreiche Käufer in die Einkaufstraßen und Shopping-Center der Bundeshauptstadt. "Wir dürften ein bisschen besser als vergangenes Jahr liegen", freute sich Wiens Wirtschaftskammer-Präsidentin Brigitte Jank auf APA-Anfrage: "Der Trend vom zweiten Adventsamstag und vom 8. Dezember setzt sich fort."

Zufriedenheit herrsche auch in den kleineren Bezirkseinkaufsstraßen. "Es sagen alle, es ist leicht besser als der dritte Samstag des Vorjahres", so Jank. Laut einer Befragung der Wirtschaftskammer scheinen im Elektrohandel heuer besonders Digitalkameras und Flachbild-Fernseher nachgefragt zu sein. Im Textilbereich verkaufen sich laut Jank unter anderem Sport- und Skibekleidung sehr gut.

Ähnliche gute Kundenzahlen erwartet sich der Handel vom kommenden vierten Adventsamstag. Dieser liegt heuer besonders günstig, weil der 24. Dezember erst auf den Freitag danach fällt, so Jank.

Auch im Wiener Donauzentrum - dem größten Shoppingtempel der Stadt - ist man zufrieden. "Die Frequenz ist ausgezeichnet, und das schon die ganze Woche", sagte Center-Manager Ingo Hödl. Es sei spürbar, dass sich viele Kunden in der vergangenen Woche mit dem arbeitsfreien Mittwoch auch an weiteren Tagen frei genommen haben dürften.

Nicht ganz so euphorisch gab sich Richard Lugner, Chef der Lugner-City in Rudolfsheim-Fünfhaus. "Das Haus ist einigermaßen voll, aber nicht so, dass es einen umwirft", meinte er am frühen Samstagnachmittag: "Die letzte Woche wird aber sicher sensationell werden", und der 23. Dezember sei traditionell der allerstärkste Tag in seinem Einkaufszentrum, so Lugner.

Einkaufstouristen strömen nach Wien
450 Reisebusse mit vor allem Einkaufstouristen sind am Samstag nach Wien geströmt. Die Polizei war mit 300 Mann zusätzlich im Einsatz, um die Fahrzeuge bereits ab der Einfahrt in die Bundeshauptstadt auf die vorgesehen Parkplätze zu lotsen und ein Chaos zu vermeiden. "Es ist für einen Einkaufssamstag allerdings das normale Aufkommen", meinte ein Sprecher der Polizei.

Die Busse, die überwiegend aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei kamen, stürmten vor allem die Gegend rund um den Christkindlmarkt am Rathausplatz und die Mariahilfer Straße. Wie der ÖAMTC berichtete, waren bereits bis Mittag rund 250 Fahrzeuge dort unterwegs gewesen. (apa)

11.12.2004 22:19