Mittwoch, 2. März 2005

Großaufträge für VA Tech-Tochter VAI: Order aus Asien & Europa bringen 200 Mio. €

  • Bestellungen kommen konkret aus Russland, Indien, Japan, der Türkei und Südkorea

Die VAI, eine Tochter der börsenotierten VA Technologie AG, hat eine Reihe neuer Großaufträge im Gesamtwert von 200 Mio. Euro an Land gezogen. Die Aufträge kamen aus Russland, Indien, Japan, Türkei und Südkorea, teilte das Unternehmen mit.

Konkret liefert die VAI an der Spitze eines Konsortiums eine auf Midrex-Technologie basierende Direktreduktionsanlage zur Erzeugung von Eisenschwamm mit einer Jahreskapazität von 1,4 Mio. Tonnen für die russische Firma Lebedinsky GOK in Gubkin, nahe der ukrainischen Grenze. Die Inbetriebnahme ist für 2007 geplant.

Die französische VAI-Tochter VAI-Clecim erhält als Führer eines internationalen Konsortiums den Auftrag zur Errichtung eines Grobblechwalzwerkes für die indische Firma Hazira Plate im indischen Bundesstaat Gujarat. Das neue Walzwerk hat eine Jahreskapazität von 1,5 Mio. Tonnen und erzeugt Bleche mit einer Breite von bis zu fünf Metern. Die Inbetriebnahme wird in 2006 erfolgen. Bereits im Jahr 2003 erhielt VAI den Auftrag zur Errichtung einer gleichartigen Anlage beim chinesischen Kunden Shagang, welche noch 2005 in Betrieb gehen wird.

Als erster privater türkischer Stahlerzeuger beginnt die Firma Colakoglu mit Sitz in Istanbul mit der Erzeugung von Flachstahlprodukten und setzt dabei auf die Stranggießtechnologie von VAI. VAI liefert dazu eine Zwei-Strang-Stranggießanlage, die jährlich zwei Mio. Tonnen Stahl produzieren wird.

Einen weiteren Aufragserfolg verzeichnet VAI beim langjährigen südkoreanischen Kunden Posco, dem weltweit fünftgrößten Stahlerzeuger: VAI modernisiert die Ende der 80er Jahre in Pohang, Korea von der VAI gebaute Zwei-Strang-Brammenstranggießanlage mit einer Jahreskapazität von 2,5 Mio. Tonnen. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Mitte 2006 geplant.

Mit dem Auftrag von Tokyo Steel, Japans größtem Elektrostahlproduzent, für eine einsträngige Stranggießanlage erzielt VAI für diese Technologie den Durchbruch am japanischen Markt. Japan ist für internationale Anbieter im Bereich des metallurgischen Anlagenbaus ein traditionell schwer zugänglicher Markt.

Der VA Tech-Unternehmensbereich Metallurgietechnik habe das positive konjunkturelle Umfeld in der Eisen-und Stahlindustrie 2004 "hervorragend nutzen" können. Mit einem Rekordauftragseingang von 1,623 (2003: 1,152) Mrd. Euro und einem Auftragsstand von 1,589 (1,123) Mrd. Euro konnten Steigerungsraten zum Vorjahr von jeweils 41 Prozent erzielt werden. Der Umsatz stieg in diesem Bereich um 24 Prozent auf 1.160 (938) Mio. Euro. Das EBITA kletterte auf 38 (26) Mio. Euro. Damit gehe auch "eine äußerst positive Entwicklung der Nettoliquidität" einher, hieß es.
(apa)

2.3.2005 09:09