Silber und Bronze für unsere Schwimm- Ladys in Wien: Jukic und Nadarajah jubeln
- Jukic über 200m Brust, Nadarajah über 50m Delfin
- Erfolgreichste Titelkämpfe für Österreich überhaupt
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Jukic und Nadarajah!
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Super-Markus triumphiert über 200m Rücken&Lagen
Die Wienerinnen Mirna Jukic und Fabienne Nadarajah haben am Freitag bei den Schwimm-Kurzbahn-Europameisterschaften mit Silber bzw. Bronze für Österreichs Medaillen drei und vier gesorgt. Titelverteidigerin Jukic kam über 200 m Brust in 2:22,79 hinter der Deutschen Anne Poleska (2:21,79) an, Nadarajah musste sich über 50 m Delfin mit dem OSV-Rekord von 26,27 nur Anna-Karin Kammerling (SWE) und Martina Moravcova (SVK) geschlagen geben. Damit sind diese Titelkämpfe schon die für Österreich erfolgreichsten in der Kurzbahn-EM-Geschichte.
Jukic nahm den Verlust ihres Titels gefasst hin: "Zu 80 Prozent habe ich Freude über Silber, 20 Prozent sind Enttäuschung." Die Entscheidung gegen die Wienerin fiel wie bei Olympia in Athen und der Kurzbahn-WM in Indianapolis im Finish, der früheren Stärke von Jukic. "Die letzten 50 Meter haben wehgetan. Ich hab' das irgendwie befürchtet, als ich nicht weit genug vor Anne war." Die 24-Jährige hatte auf der ersten Hälfte den Kontakt zum OSV-Ass gehalten und war ihr dann noch um eine Sekunde davongezogen.
Für Poleska war es der zweite Titel über diese Distanz nach Antwerpen 2001, danach scheiterte sie an Jukic gleich in drei EM-Endläufen. "Ich habe Mirna in Wien geschlagen, so wie sie mich vor zwei Jahren in Berlin und Riesa." Ihre besiegte Hauptkonkurrentin meinte fast entschuldigend: "Gerade hier wollte ich kämpfen. Ich hoffe, es nimmt mir keiner übel. Nächstes Jahr hole ich wieder den Titel." Bei der Siegerehrung freute sich das Publikum mit der Lokalmatadorin über Silber, es gab keine Missstimmung.
Die Langbahn-Europameisterin kündigte an, jetzt einmal eine Pause einzulegen. "Ich werde nach der EM ein bisschen relaxen, mich dann auf die WM in Montreal vorbereiten." Diese Titelkämpfe sind auch für Nadarajah das nächste große Ziel. Der 19-Jährigen gelang ein optimaler Finallauf, bis auf den Anschlag. "Das war mit der Nase", schmunzelte sie. Coach Robert Michlmayr war klar: "Hätte der Anschlag gepasst, wäre es Silber gewesen. Aber man soll mit Bronze in der Heimat nicht unzufrieden sein."
Nadarajah wiederholte damit ihr Vorjahres-Ergebnis von Dublin. "Das hier bedeutet mir aber mehr. Die EM in Madrid und Olympia (Anm.: Qualifikation verpasst) waren eine Enttäuschung, haben mir aber einen Schub nach vorne verpasst. Ich fühle jetzt eher Dankbarkeit und nicht Genugtuung", meinte die Wienerin. Draxler wurde im Delfin-Sprint Siebente, blieb drei Mal unter ihrer bisherigen Bestleistung, im Semifinale mit 26,66. "Das ist gut für die Freistil. Gut auch, dass ich jetzt einen Tag Pause habe", meinte sie vor ihren letzten Rennen.
Bei Petra Zahrl reichte es über 800 m Kraul nur zu 8:40,92 und Rang neun. "Bei 200 m hab' ich gemerkt, dass es nicht das war, was ich mir vorgestellt hab'. Es ging vom Kopf nicht. Für Kurt (Anm.: Coach Dittrich) tut es mir Leid." Birgit Koschischek hielt sich auch in ihrem zweiten Semifinale bei diesen Titelkämpfen wacker, über 100 m Lagen belegte die 17-Jährige trotz nicht optimaler Wenden in 1:03,27 Rang 14. Damit verbesserte sie ihre am Vormittag fixierte Bestzeit um 62/100. Coach Walter Bär: "Da hat fast alles gepasst."
Alle anderen Österreicher waren in den Vorläufen am Vormittag ausgeschieden. Doppel-Europameister Markus Rogan gönnte sich eine Pause, mischte sich unter die 2.500 Zuschauer, feuerte seine Landsleute aus dem österreichischen Teamsektor aus an und freute sich über die Verdopplung seiner Medaillen-Ausbeute vom Vortag.
(apa)










