12.12.2004 18:31

Der Tag des Thomas Rupprath: Deutscher holt sich zwei Goldene und den Weltrekord

  • Neue 50m Rücken-Bestmarke jetzt bei 23,37 Sekunden
  • Zweites Edelmetall über 100-Meter-Delfin-Distanz

Der Freitag war der Tag des Thomas Rupprath. Der Deutsche schwamm bei den Kurzbahn-Europameisterschaften in der Wiener Stadthalle nicht nur zu Goldmedaillen über 100 m Delfin und 50 m Rücken, sondern holte sich über die kurze Rückenstrecke, auf der er am Vortag in der Lagen-Staffel Europarekord erzielt hatte, in 23,27 Sekunden auch den Weltrekord. Der 27-Jährige ist damit zur EM-Halbzeit noch vor dem Österreicher Markus Rogan, der am Donnerstag zwei Goldmedaillen errungen hatte, der erfolgreichste Aktive.

"Es klingt zwar kurios, aber der Weltrekord war nicht einmal meine Bestzeit. Die Zeit habe ich vor allem auf der zweiten Bahn geholt", freute sich Rupprath, der 2002 in Goslar nicht anerkannte 23,23 erreicht hatte. Diesmal distanzierte der Deutsche ("Da lief alles sensationell") den zweitplatzierten Russen Wjatscheslaw Schirschow (24,50) um über eine Sekunde. Schon im 100-m-Delfin-Finale nicht einmal eine halbe Stunde davor hatte sich der deutsche Kurzbahn-Spezialist den Titel gesichert. "Da hatte ich keine Bedenken", so Rupprath, der auch nach Punkten zum "Mann des Tages" gekürt wurde. Am Sonntag kommt es über 100 m Rücken zum Gigantenduell mit "Hausherr" Markus Rogan.

Ruppraths favorisierte Landsfrau Antje Buschulte (58,70) musste sich auf dieser Strecke am Freitag überraschend der Ukrainerin Katerina Zubkowa (58,58) geschlagen geben. Im hochklassig besetzten Frauen-Finale über 100 m Kraul setzte sich die französische Titelverteidigerin Malia Metella (53,37) auf der letzten Länge knapp vor der Niederländerin Marleen Veldhuis (53,63) und der Schwedin Josefin Lillhage (53,64) durch.

Große Töne spuckte Laszlo Cseh, der sich am Donnerstag über 200 m Lagen noch Rogan geschlagen geben hatte müssen, nachdem er über die doppelte Distanz zu EM-Gold und neuem Europarekord geschwommen war: "Bei den Weltmeisterschaften in Montreal im nächsten Sommer will ich Olympiasieger Michael Phelps ernsthaft angreifen", verkündete der Ungar, nachdem er in 4:03,96 Sekunden angeschlagen hatte.

Eben dort will die Slowakin Martina Moravcova ihre glanzvolle Karriere nach eigenen Angaben beenden. Über 50 m Delfin musste die 17-fache Europameisterin (26,14) aber die Überlegenheit der Schwedin Anna-Karin Kammerling (25,73), die ihren fünften Kurzbahn-Europameistertitel über diese Strecke erschwamm, anerkennen und wurde vor der Österreicherin Fabienne Nadarajah (26,27/ÖR) Zweite.
(apa)

12.12.2004 18:31
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