Cooler Markus Rogan in Wien: Mit einer akribischen Vorbereitung zur Kurzbahn-EM
- Jukic nach Durchhänger in Indianapolis wieder in Form
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Rücken ein hartes Duell
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Die Erwartungen an ihn sind groß, seine Chancen ebenfalls, doch Schwimm-Idol Markus Rogan bleibt vor den Wiener Kurzbahn-Europameisterschaften (Donnerstag bis Sonntag) cool. Erst am vergangenen Samstag erfuhr er zufällig nebenbei, wie viel Zeit bei den geplanten Doppel-Auftritten am Donnerstag und am Sonntag zwischen den Rennen liegt. Das ist aber kein Zeichen von Überheblichkeit oder mangelnder Vorbereitung, sondern einfach typisch Rogan. Ebenso selbstverständlich ist, dass der 22-Jährige wieder Österreichs größte Medaillen-Hoffnung ist.
Die Lockerheit beim "Sportler des Jahres" hat einen Grund, denn auf die Heim-Titelkämpfe hat er sich ebenso akribisch vorbereitet wie auf Olympia. Jetzt sollte es sich rentieren, dass der Wiener im vergangenen Jahr trotz Jet-Lag und Prüfungsstress bei der Kurzbahn-EM in Dublin angetreten war. "Ich habe so die Atmosphäre kennen gelernt. Auch wenn Dublin gegenüber Wien mickrig war und nicht zu vergleichen ist, als Test für den Saison-Aufbau war es sehr wichtig. Ich hatte ja sonst an der Universität in Stanford im Dezember keine Wettkämpfe."
"Es ist alles im Soll"
Bei seinen bisherigen lockeren Trainingseinheiten in der Stadthalle fehlte dem OSV-Star noch etwas die Spritzigkeit und Dynamik, was mitten in der Taper- bzw. Erholungsphase aber normal ist. "Es ist alles im Soll", gab sein Trainer Robert Michlmayr Entwarnung. Die Vorbereitung verlief programmgemäß, obwohl es durch die vielen Termine und Verpflichtungen in Folge der Olympia-Erfolge etliches an auch unwillkommener Ablenkung gab. "Aber im Vergleich zur Studium-Zeit hatte ich sogar mehr Möglichkeit zum Trainieren."
Rogan hat mit seiner Person mittlerweile nicht nur in Österreich Interesse geweckt, sondern auch in Deutschland - nicht zuletzt durch seinen ihn managenden Stiefvater Michael Schmitz. Am Wochenende verfolgte ihn bei der ersten Kontakt-Aufnahme mit dem EM-Becken ein Fernseh-Team des ZDF, das daraus entstehende Porträt wird am EM-Finaltag ausgestrahlt. Unmittelbar danach soll zum Finale über 100 m Rücken geschalten werden, in dem die Deutschen ein Duell ihres Kurzbahn-Spezialisten Thomas Rupprath mit Rogan erwarten.
Titelverteidigung über 200 m Brust als Ziel
Während Rogan zumindest vier Medaillen-Chancen hat, konzentriert sich Mirna Jukic auf die drei Brust-Strecken. Für die 18-Jährige ist es schon ein Erfolg, dass sie nach ihrem kleinen WM-Durchhänger in Indianapolis wieder in Form gekommen ist. "Papa dürfte beim Training den richtigen Mittelweg zwischen Erholung und Belastung gefunden haben", lobte sie ihren Trainer-Vater Zeljko Jukic. "Von den 200 m erhoffe ich mir daher die Titelverteidigung. Und wenn ich nicht schwimm', feuer' ich die anderen mit Fahnen und Plakaten an." (apa/red)










