Letzte Champions-League-Runde: Arsenal, Porto und Bremen als die großen Sieger
- Skandalspiel von Valencia könnte bei UEFA landen
- Entschuldigung von Ranieri nach Beleidigung von Frisk
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Auch Arsenal und FC Porto stehen fix im Achtenfinale
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Leverkusen, Liverpool & Monaco im CL-Achtelfinale
Der englische Fußball-Meister Arsenal, FC Porto und Werder Bremen waren am Dienstag die großen Gewinner in der Champions League. Porto konnte mit dem 2:1 über Chelsea das ersten Vorrunden-Ausscheiden eines Titelverteidigers gerade noch abwenden, Arsenal stieg durch ein 5:1 über Rosenborg sogar noch als Gruppensieger auf und Bremen sicherte sich das Achtelfinal-Ticket durch ein 2:0 in Valencia.
Trotz des klaren Erfolgs war bei Arsenal nicht alles eitel Wonne. Grund dafür war die schwache Leistung von Goalie Manuel Almunia. Manager Arsene Wenger deutete an, dass Lehmann am Sonntag im Liga-Schlager gegen Chelsea wieder erste Wahl ist. Almunia sei dem Nervenstress nicht gewachsen: "Ich glaube an sein großes Potenzial. Aber ich habe das Gefühl, dass er unter solch großem Druck steht, dass er derzeit nicht er selbst ist."
Tormann-Diskussion bei Arsenal
Die Torwart-Diskussion sei "zu einer nationalen Debatte geworden. Das ist nicht das Beste für einen Spieler", erklärte Wenger. Während der Coach seinen Keeper, der Rosenborgs Gegentor durch eine miserable Faustabwehr ermöglichte und in einer zweiten Szene ebenfalls schlecht aussah, nicht weiter abqualifizierte, ist der Spanier bei der Presse durchgefallen. "The Daily Mail" nannte ihn "Clown", "Mister Fehler" und "den irren Manuel" - und argwöhnte: "Holt die Gebetsteppiche raus, wenn Wenger weiter an dem Flattermann festhält." "The Sun" erkannte in ihm den "Unglücks-Torwart" oder den "Torwart aus der Hölle", der sich "von schlecht zu schlechter" gewandelt hat.
Benni McCarthy rettet Titelverteidiger Porto
Umjubelt wurde in Porto vor allem Matchwinner McCarthy. "Letzten Endes spielt es keine Rolle, wer die Tore schießt. Die Hauptsache ist: Porto steht im Achtelfinale", sagte der umjubelte Südafrikaner, der mit dem 100. Meisterliga-Tor des FC Porto dessen K.o. vier Minuten vor Schluss verhinderte.
Jose Mourinho war nach der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte frustriert. "Niemand will verlieren. Zum Glück konnten wir uns die Niederlage leisten und sind trotzdem Gruppenerster geworden", sagte der Chelsea-Coach. Der vom Liebling zum gehassten Mann gewordene Trainer, der vor der Partie Sorge um die eigene Sicherheit hatte, konnte aufatmen. Befürchtete Anfeindungen oder gar Ausschreitungen gegen ihn blieben aus. Vereinzelt gab es sogar Beifall.
Valencia-Coach Ranieri droht ein Nachspiel
Ganz anders beim FC Valencia. Dem UEFA-Cup-Sieger, der diesen Titel "dank" des 0:2 gegen den DFB-Meister Bremen und dem damit verbundenen Abstieg in den zweithöchsten kontinentalen Wettbewerb nun verteidigen kann, droht ein Nachspiel durch die UEFA. Claudio Ranieri könnte wegen Aufrufs zur Gewalt zur Rechenschaft gezogen werden.
Valencias Coach sagte über den schwedischen Referee: "Anders Frisk hat alle nervös gemacht. Nun verstehe ich auch, weshalb sie ihm den Kopf gespalten haben." Er bezog sich auf einen Zwischenfall im römischen Olympiastadion, bei dem Frisk von einem Wurfgeschoss getroffen wurde und eine blutige Platzwunde am Kopf erlitten hatte.
Entschuldigung am Mittwoch
Ranieri bedauerte am Mittwoch seine Äußerungen und entschuldigte sich. "Ich habe mich von der aufgeheizten Atmosphäre mitreißen lassen", sagte der Italiener. "Anders Frisk ist ein ausgezeichneter Referee. Ich bitte ihn um Entschuldigung."
Spuck-Attacke von Angelo - Borowski mit dem Stinkefinger?
Auf dem Rasen des Mestalla-Stadions gab es in den Schlussminuten, als die Niederlage Valencias feststand, eine Serie handfester Rangeleien. Mittelfeldspieler Angulo spuckte nach seinem rüden Foul an Valdez und seinem Platzverweis in Richtung eines Bremers. Vicente und Ismael wurden handgreiflich. Der Bremer Borowski wurde in der spanischen Presse beschuldigt, dem Publikum den Stinkefinger gezeigt zu haben. Aus dem Publikum flogen Wurfgeschosse auf den Platz.
Die Valencia-Kicker erklärten ihre Ausraster damit, dass die Bremer sich mit Gesten über die spanischen Fans lustig gemacht hätten. Vor allem der Jubel der Werder-Spieler nach dem 1:0 wurde als Verhöhnung des Publikums empfunden. "Meine Spieler wollten ihre Fans vor den Gesten der Deutschen verteidigen", sagte Ranieri. Mittelfeldspieler Baraja betonte: "Die Bremer haben uns provoziert, aber wir hätten in diese Falle nicht tappen dürfen." Sein Teamkamerad Carlos Marchena meinte: "Die Bremer ließen jeden Respekt vor dem Publikum vermissen. So etwas darf man nicht tolerieren."
(apa)
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