Montag, 6. Dezember 2004

US-Tournee ist vorbei: Herrenchef Toni Giger zieht zufriedene Amerika-Bilanz!

  • Österreichs Ski-Herren holten 10 von 18 Podestplätzen
  • Jetzt kommt der volle Angriff auf Bode Miller in Europa

Zehn von 18 möglichen Podiums-Plätzen, sieben davon allein in Beaver Creek, wo es auch noch die zwei Siege durch Stephan Görgl (Super G) und Benni Raich (Slalom) gegeben hat: Österreichs Ski-Herren haben trotz der anfänglichen "Millermania" bei der Nordamerika-Tournee im Alpin-Weltcup gewaltig dagegengehalten und die Skiwelt wieder ein Stück gerade gerückt.

Vor allem wegen der vielen Materialwechsel und der Abgänge im Team blickte Herrenchef Toni Giger zufrieden auf Lake Louise und Beaver Creek zurück. "Wir hatten in der Abfahrt noch Startschwierigkeiten, in den technischen Bewerben sind wir aber absolut top und sehr schnell unterwegs. Ich freu' mich auf die nächsten Rennen."

Die vom Slalomsieg gekrönte Gewaltleistung von Raich in Colorado sei durchaus zu erwarten gewesen. "Das ist sehr, sehr erfreulich. Aber Miller wird bei den nächsten Rennen wieder ganz stark kommen. Er riskiert halt viel, aber man muss mit ihm weiter rechnen." Nicht unbemerkt geblieben ist Giger, "dass die österreichische Mannschaft in der Heimat leicht krank geredet wurde. Dass wir dann in einer Situation, in der es nicht ganz so läuft, so tolle Rennen abliefern, ist besonders schön."

Abfahrtstraining schon am Donnerstag
Bereits am Donnerstag steigt in Val d'Isere das nächste Abfahrtstraining, Österreichs gerade erst aus den USA zurückgekehrte Downhiller werden deshalb am Mittwoch mit dem Privatjet nach Frankreich geflogen. Raich fährt nach seinem Marathonprogramm von Beaver Creek aber nur den Riesentorlauf am Sonntag, auch der außer Form befindliche Andreas Schifferer wird in der Abfahrt voraussichtlich passen müssen. Dafür kommen Werner Franz und Norbert Holzknecht zum Zug.

Der nach Platz zwei im Riesentorlauf mit sich und der Welt versöhnte Hermann Maier wird in Frankreich voraussichtlich wieder Lange-Schuhe probieren. Angeblich hätten weder Atomic noch Lange sogar ein Problem damit, wenn der Herminator künftig beide Fabrikate fährt, für sportlich sinnvoll hält das aber kaum jemand. Und Bode Miller will in Frankreich sein jüngstes Doppel-Out kompensieren, ehe es schon am kommenden Montag beim Nachtslalom in Sestriere auch im Slalom zur Revanche gegen Raich kommt. (apa/red)

6.12.2004 11:58