Angriff auf Bode Miller: Hermann Maier mit Trainingsbestzeit für die Val d'Isere-Abfahrt
- Herminator: "Ich kann Bode Miller hier schlagen"
- US-Amerikaner nach "Anzugproblem" disqualifiziert
·Sensationssieg für Franz in der Abfahrt!
Walchhofer in Val d'Isere 3.
vor Miller. Maier weit zurück
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ABSTIMMEN: ÖSV-Stars gegen den Rest der Welt
Hermann Maier hat am Freitag im ersten und letzten Training für die Weltcup-Abfahrt am Samstag in Val d'Isere in 1:58,90 Minuten Bestzeit markiert. Die ersten Fünf lagen innerhalb von 19 Hundertstelsekunden. Zweitschnellster war der Schweizer Didier Cuche (+0,02 Sek.), auf Platz drei landete Werner Franz (AUT/0,09), unmittelbar hinter Kristian Ghedina (ITA/0,12) kam Michael Walchhofer als drittbester Österreicher auf Platz fünf (0,19). Der US-Amerikaner Bode Miller Miller brachte die fünftbeste Zeit ins Ziel, wurde aber wegen regelwidrigen Materials (zu stark gepolsterter Riesentorlauf-Anzug!) disqualifiziert.
Maier fuhr erstmals seit August in Neuseeland wieder mit Lange-Schuhen, die Trainingsbestzeit überraschte ihn deshalb: "Das ist schon erstaunlich, wenn man nach ein paar Monaten in ein anderes Auto steigt, muss man sich daran auch erst gewöhnen. Von der Abstimmung fehlt noch einiges, aber die Bestzeit auf Anhieb stimmt mich zuversichtlich", sagte Maier, der von der neuen Streckenführung begeistert ist: "Da ist dauernd etwas zu tun, viele Kurven, eine klasse Abfahrt, ich fühle mich sehr wohl." Ein paar Startnummern vor Maier, der am Dienstag 32 Jahre geworden war, wurde ein Sprung noch etwas abgenommen, weil die Rennfahrer einen zu großen Luftstand hatten.
Der Gesamtweltcupsieger hat sich vor dem Training noch bei einem "Blick"-Journalisten informiert, wie die Weltsportlerwahl des Blattes ausgegangen ist und sieht Platz neun für sich als "große Ehre". Um die Ehre geht es für die ÖSV-Abfahrer auch am Samstag, denn in den beiden bisherigen Saisonabfahrten in Lake Louise und Beaver Creek hatte US-Boy Miller die Nase vorne gehabt. "Schauen wir, ob das hier eine Österreicherstrecke bleiben wird. Die Abfahrt kommt auch Miller entgegen, aber ich glaube, dass ich auch gewinnen kann, ich kann ihn hier schlagen", gab sich Maier nach einer Phase des Zweifelns kämpferisch.
Piste in gutem Zustand
Die Piste präsentierte sich trotz erneuten Regens in der Nacht und Plusgraden in einem sehr guten Zustand, aus österreichischer Sicht überraschten Christoph Kornberger als Neunter und Georg Streitberger als Zehnter. Mit der Absage des Donnerstagtrainings wurde aber auch die interne ÖSV-Qualifikation abgesagt, das Duo hatte keine Chance mehr auf eine Rennteilnahme. "Schade, imponierende Leistungen. Aber ich bleibe bei dem, was ich gestern gesagt habe", meinte Herren-Cheftrainer Toni Giger. "Und außerdem ist Werner Franz als Dritter auch sehr stark gefahren."
Nicht gut lief es für Hans Knauß (4. Lake Louise, 6. Beaver Creek und jeweils zweitbester ÖSV-Fahrer), der nur die 51. Trainingszeit ins Ziel brachte: "Ich habe die falsche Linie gewählt, aber bis Samstag bekomme ich das in den Griff". Walchhofer, mit zwei dritten Plätzen der beste ÖSV-Abfahrer in dieser Saison, war als Trainingsfünfter erneut stark.
ÖSV-Abfahrtsteam für Val d'Isere: Werner Franz, Thomas Graggaber, Christoph Gruber, Johann Grugger, Norbert Holzknecht, Hans Knauß, Klaus Kröll, Hermann Maier, Mario Scheiber, Fritz Strobl, Michael Walchhofer
