Bei Besuch in Kuwait: Donald Rumsfeld von eigenen Soldaten scharf kritisiert
- Vorwürfe wegen mangelnder Sicherung der Truppen
- Frage: "Warum müssen wir im Müll nach Schutz suchen?"
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Mit Kritik an ihrer Ausrüstung für den Irak-Einsatz haben US-Soldaten Verteidigungsminister Donald Rumsfeld am Mittwoch zur Rede gestellt. Die Soldaten folgten bei Rumsfelds Truppenbesuch in Kuwait der Einladung des Ministers, Fragen zu stellen, und bombardierten ihn mit Vorwürfen unter anderem wegen mangelnder Vorkehrungen zum Schutz der Truppen.
"Warum sind wir Soldaten gezwungen, in den Mülldeponien der Region nach Altmetall-Stücken und gebrauchtem Panzerglas zu suchen, um damit unsere Fahrzeuge zu schützen?", fragte ein Soldat unter dem Beifall Hunderter Kameraden. "Wir haben keine angemessene Panzerung für unsere Fahrzeug, die uns nach Norden bringen sollen", fügte er hinzu. Der US-Stützpunkt Camp Buehring liegt 20 Kilometer südlich der irakischen Grenze.
Mehrere US-Soldaten müssen sich mit Disziplinarverfahren auseinander setzen, nachdem sie wegen mangelhafter Panzerung und dem schlechten Zustand ihrer Fahrzeuge die Teilnahme an Konvois verweigerten.
Rumsfeld gestand ein, dass nicht jedes Fahrzeug den Grad der Panzerung habe, der wünschenswert sei. Die Armee tue aber alles, um diesen Zustand zu beheben, sagte der Minister. "Wie Sie wissen, zieht man in den Krieg mit der Armee die man hat, nicht mit der Armee, die man sich möglicherweise wünscht oder die man zu einem späteren Zeitpunkt gerne hätte", sagte Rumsfeld. Außerdem biete letztlich auch das am besten gepanzerte Fahrzeug keinen hundertprozentigen Schutz. Rumsfeld wies zudem Vorwürfe zurück, Berufssoldaten seien besser ausgerüstet als Reservisten. (apa)
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