Juschtschenko in NEWS: "2005 wird die Ukraine einen neuen Präsidenten haben"
- Oppositionschef über Krankheit & die "bedrohte Familie"
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Vor zwei Monaten lag Viktor Juschtschenko noch lebensbedrohlich krank im Wiener Rudolfinerhaus, heute sagt er im NEWS-Exklusiv-Interview: "Ich war schwer krank, das ist richtig, aber die Ärzte haben mich perfekt behandelt, es geht mir wieder gut. Zum Glück habe ich mich rasch von meiner Krankheit erholt und konnte den gesamten Wahlkampf aktiv gestalten. Ich habe genug Kraft für zwei Präsidentschaftsperioden."
Viktor Juschtschenko spricht erstmals auch über seine Familie (er ist verheiratet und hat fünf Kinder aus zwei Ehen): "Es gab während des Wahlkampfes mehrere Anrufe mit konkreten Drohungen. Meine drei kleinen Kinder können seither nicht mehr in den Kindergarten. Meine Frau und die Kinder haben Kiew verlassen, wir haben sie an einen sicheren Ort gebracht, ins Haus eines guten Freundes. "
Über die Neuwahlen meint er: "Die Wahl wird wiederholt und wird demokratischer ablaufen, das ist der Schlüssel für den Weg aus der Krise. Die Neuwahlen stellen in keinster Weise ein Problem dar für das Land. Die Ukraine wird bereits zu Beginn des neuen Jahres einen neuen Präsidenten haben. "
Eine Gefahr für einen Bürgerkrieg in der Ukraine sieht der Oppositionskandidat nicht: " Millionen demonstrieren friedlich auf der Straße. Sie wenden keine Gewalt an, beschädigen keine Autos, zerschlagen keine Fenster, setzen nichts in Brand. Sie wollen nur, dass die Machthaber die richtigen Entscheidungen treffen."
Für die vermittelnde Rolle Europa zeigt sich Juschtschenko dankbar: "Ohne Vertreter dritter Länder wäre ein Dialog wohl nicht zustande gekommen. Die dritte Seite führte dazu, dass eine gewisse Disziplin und Prozedur in die Kontakte gekommen sind. " Und: "Ich bitte darum, dass Europa verstärkt und öffentlich die Demokratie-Bestrebungen in der Ukraine unterstützt und uns die nötige Hilfe zur Ausführung einer ordentlichen Wahl leistet."
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