Neuer Bombenterror erschüttert Spanien: Sechs ETA-Sprengsätze explodiert!
- ETA hatte zuvor vor Anschlägen gewarnt - Orte geräumt
- Mindestens zwei Menschen durch Bomben verletzt
In mindestens sechs spanischen Städten sind am Montag kleinere Sprengsätze detoniert, die offenbar von der ETA gelegt wurden. Die baskische Separatistenorganisation hatte zuvor in zwei Anrufen bei der Zeitung "Gara" sieben Bombenanschläge angekündigt. Das Madrider Innenministerium bestätigte die sechs Explosionen, die zuvor von der Nachrichtenagentur Europa Press vermeldet worden waren. Mindestens zwei Menschen seien verletzt worden.
Eine Frau und ein Mädchen wurden in Santillana del Mar leicht verwundet. In dem beliebten Urlaubsort in Nordspanien hatte der Anrufer die Stelle, an der die Bombe detoniert war, nicht genau genug beschrieben, so dass die Polizei ein falschen Platz evakuieren ließ. In allen anderen Fällen hatte die Polizei die genannten Straßen und Plätze rechtzeitig evakuiert und weiträumig abgesperrt.
Die Anschläge ereigneten sich in den Zentren der Städte Leon, Santillana del Mar (beide Nordspanien), Avila, Ciudad Real, Valladolid (alle Zentralspanien), Alicante (Ostspanien) und Malaga (Südspanien).
Bereits am Freitagabend waren in Madrid fünf kleinere Sprengsätze explodiert. Eine weitere Bombe konnte am Samstag in Almeria entschärft werden.
Die Sicherheitsvorkehrungen in Spanien waren am Montag, einem nationalen Feiertag, besonders hoch. Vor nunmehr 26 Jahren wurde die spanische Verfassung verabschiedet, die Regionen wie dem Baskenland zwar Autonomie zugesteht, nicht aber die Unabhängigkeit, für die die ETA kämpft.
Zapatero ruft ETA zur Einstellung ihres Kampfes auf
Der spanische Regierungschef Jose Louis Rodriguez Zapatero hat die baskische Untergrundorganisation ETA zur Einstellung ihres Kampfes aufgerufen. Nach einer Serie von sieben zeitlich abgestimmten Bombenexplosionen in mehreren spanischen Städten am Montag sagte Zapatero: "Die ETA weiß, dass sie keine Wahl hat: Einstellung der Gewalt und Abgabe der Waffen."
Die ETA-Kämpfer wüssten, dass der Rechtsstaat und die Demokratie stärker seien als "jeder Versuch, die Regeln durch Gewalt zu ändern", so der Regierungschef von der sozialistischen Partei (PSOE). (apa/red)
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