Bombenanschlag auf Pipeline im Irak - Zwei US-Soldaten bei Angriff getötet
- Soldaten mit Sicherheitsoperationen beschäftigt
- Luftangriffe auf Falluja - Roter Halbmond zieht ab
Aufständische haben am Montag im Irak einen Bombenanschlag auf eine Ölpipeline verübt. Der Anschlag ereignete sich nach Polizeiangaben 20 Kilometer südlich der nordirakischen Stadt Samarra. Die Leitung transportiert im Inland genutztes Öl von der Raffinerie Beiji zur Dora-Raffinerie in Bagdad. Nach dem Anschlag brach an der Pipeline ein Feuer aus. Um Löscharbeiten zu ermöglichen, wurde die Ölzufuhr gestoppt. Das Ausmaß des Schadens war zunächst nicht bekannt.
Bei einem Angriff in der westirakischen Provinz El Anbar wurden zwei US-Marineinfanteristen getötet. Wie die US-Armee am Montag mitteilte, nahmen die beiden Soldaten an "Sicherheits- und Stabilitätsoperationen" teil, als sie erschossen wurden. Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag. In der mehrheitlich von Sunniten bewohnten Provinz El Anbar westlich von Bagdad gibt es immer wieder Rebellenangriffe gegen die US-Besatzungsmacht und die mit ihr verbündeten irakischen Sicherheitskräfte.
Schwere US-Luftangriffe auf Falluja - Roter halbmond abgezogen
Nach zwei Wochen intensiver Arbeit in der einstigen Rebellenhochburg Falludscha haben die Helfer des Roten Halbmonds die Stadt wieder verlassen. Augenzeugen berichteten am Montag, die US-Armee habe die Helfer dazu aufgefordert. Die Lage in der Stadt biete nicht genügend Schutz für die Mitarbeiter, lautete die Begründung.
Einwohner berichteten unterdessen über US-Luftangriffe, die in der Nacht begonnen hätten und auch am Vormittag noch andauerten. Die Bombardierung sei so heftig gewesen wie seit einer Woche nicht mehr, sagte ein Augenzeuge. Gefechte wurden aus dem Golan-Viertel gemeldet, in dem sich Kämpfer versteckt halten sollen.
Die Helfer des Roten Halbmonds selbst wollen angesichts der Not in Falluja allerdings so schnell wie möglich wieder in die rund 80 Kilometer nordwestlich von Bagdad gelegene Stadt zurückkehren.
(apa)
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