Dienstag, 7. Dezember 2004

PISA-Studie: Jeder Zweite hält die Ergebnisse für wenig aussagekräftig

  • Kinder von Ausländern: 84% für Pflicht-Deutschkurs
  • Mehrheit der Österreicher gegen eine Ganztagsschule

Jeder zweite Österreicher hält die Ergebnisse von internationalen Bildungsvergleichsstudien wie PISA für wenig aussagekräftig. Das geht aus einer aktuiellen OGM-Umfrage (telefonische Interviews unter 500 wahlberechtigten Österreichern über 18 Jahren am 6. Dezember) im Auftrag der ORF-Sendung "Report" hervor. 38 Prozent glauben, dass die Leistungen der österreichischen Schüler tatsächlich so schwach sind (elf Prozent machen keine Angaben bzw. wissen es nicht).

Eine überwältigende Mehrheit (84 Prozent) halten den im Zuge der PISA-Debatte geäußerten Vorschlag, Kinder nichtdeutscher Muttersprache verpflichtend vor dem ersten Volksschuljahr in einen Deutschsprachkurs einzuschreiben, für eine gute Idee, zwölf Prozent finden das keinen guten Vorschlag.

Dagegen sind die Österreicher von einer anderen immer wieder vorgeschlagenen Maßnahme nicht sonderlich überzeugt: der Ganztagsschule. 45 Prozent der Befragten glaubt, dass es nichts an den Leistungen der Schüler verändern würde, wenn diese den ganzen Tag in der Schule bleiben und der Unterricht auf den ganzen Tag verteilt wird. Fast jeder Dritte (30 Prozent) glaubt, dadurch würden sich die Leistungen verbessern, 18 Prozent erwarten sich davon sogar eine Verschlechterung der Leistung. (apa)

7.12.2004 11:59