Worauf wir stolz sind: Österreicher sehen sich in vielen Bereichen vorne!
- Vor allem von gesundheitlicher Versorgung überzeugt
- Bemerkenswert stolz auf soziale Arbeitnehmer-Rechte
·Statistik: Kinder- kriegen kann warten
Österreicher werden immer später Eltern
·Mehr Kontakt zu anderen gewünscht
Jedem Fünften ist sozialer Alltag zu langweilig
·Österreich vertraut Feuerwehrleuten!
Politiker (11%) genießen am wenigsten Vertrauen
·Österreichs "Kids" als Wirtschaftsfaktor!
Durchschnittlich 14 Euro Taschengeld im Monat
Die Österreicher sehen sich in vielen Bereichen vor anderen Ländern. Am meisten ist die Bevölkerung - trotz der Diskussion über notwendige Sparmaßnahmen - im Vergleich mit anderen europäischen Ländern von der Qualität ihrer gesundheitlichen Versorgung überzeugt. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS hervor.
IMAS befragte zwischen Mitte Oktober und Anfang November 1.000 repräsentativ für die Gesamtbevölkerung ausgewählte Personen. Das Institut erkundigte sich danach, in welchen wirtschaftlichen oder sozialen Bereichen Österreich eher besser oder schlechter sei als die meisten anderen westeuropäischen Staaten.
61 Prozent zeigten sich dabei überzeugt, dass die heimische ärztliche Versorgung besser sei als jene im Ausland, nur vier Prozent stuften sie als schlechter ein. Als weitere besonders große Vorzüge wurden der Zustand der Natur, die landschaftlichen Reize, die Altersversorgung sowie Essen und Trinken genannt.
Bemerkenswert stolz sind die Österreicher außerdem auf die sozialen Rechte der Arbeitnehmer und den eigenen Fleiß. Auch die Ausbildung in den Schulen und Universitäten wurde als spezieller Vorzug des Landes gesehen - die Studie ist kurz vor Beginn der Diskussion über die Ergebnisse der PISA-Studie erstellt worden.
Vergleichsweise schwach ist dagegen die Überzeugung, dass in Österreich die Arbeiter ein besseres Einkommen haben oder dass es hier höhere Leistungen in Wissenschaft und Technik gibt. Weniger gut im Vergleich mit dem Ausland schneidet Österreich nach Einschätzung der Bevölkerung beim Angebot an Arbeitsplätzen - dieses wird von 14 Prozent als besser und von 17 Prozent als schlechter eingestuft - und beim Wirtschaftswachstum ab, das zwölf Prozent als besser ansehen und 17 Prozent als schlechter.
Diese Ermittlung des Selbstgefühls wurde von IMAS zuvor auch in Tschechien durchgeführt. Die Ergebnisse dort würden eine in diesem Ausmaß "erschreckend bedrückte und von Selbstzweifeln geplagte Bevölkerung" porträtieren, so das Institut. Überzeugt von schlagenden Vorzügen des eigenen Landes sind die Tschechen lediglich im Hinblick auf ihre historischen Sehenswürdigkeiten, Essen und Trinken sowie die landschaftlichen Reize. In nahezu allen anderen Dimensionen fühlen sie sich den Westeuropäern laut IMAS zum Teil "massiv unterlegen". (apa)
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