Nachwirkungen der PISA-Studie: Bundes-kanzler Schüssel sieht Reformbedarf
- Verpflichtende Lehrerweiterbildung, bessere Integration
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Angesichts der wenig erfreulichen Ergebnisse der jüngsten PISA-Studie sieht Bundeskanzler Schüssel in einer Reihe von Gebieten Reformbedarf. Er plädiert u.a. für eine verpflichtende Lehrerweiterbildung vor allem bei Junglehrern, Anreize zu einer besseren Integration, die individuelle Betreuung von Problemkindern, auch von Behinderten, und eine bundesweite Kontrollbehörde.
Bei Kindern, die nicht Deutsch können, sei eine Neupositionierung nötig, so Schüssel. In Österreich würden neun Prozent der bei PISA getesteten Schüler zu Hause nicht die Unterrichtssprache verwenden. Diese Kinder seien sonderpädagogisch zu unterstützen. Für diese Maßnahme seien nach einem Vorschlag von Bildungsministerin Gehrer 48 Millionen Euro in den kommenden vier Jahren vorgesehen.
Bei der Bewertung der PISA-Studie warnte Schüssel vor Schuldzuweisungen. Man müsse das Ergebnis ernst nehmen, gleichzeitig aber sehen, dass das österreichische Schulsystem auch viele Stärken aufweise.
Im übrigen sieht Schüssel keine Notwendigkeit zur Einführung einer Gesamtschule, da es diese Form der Schule schon gebe. Auf dem Land sei dies praktisch die Hauptschule und in den Städten die AHS- Unterstufe. Auch die Ganztagsschule gebe es bereits, rund 55.000 Schüler würden eine solche besuchen. Dieser Kreis ließe sich bei Bedarf jederzeit erweitern. Es sollte jedoch niemand zwangsweise beglückt werden. (apa/red)
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