Was essen wir morgen?: Ein neues Buch zeigt Ihnen die "Food Trends" der Zukunft
- Von "Convenience Cooking" bis hin zu "Ethic Food"
- PLUS: Die wichtigsten Ess-Tendenzen hier im Überblick

Eine nicht allzu neue, aber für Prognosen aller Art immer attraktive Frage stellt die gebürtige Bregenzerin Hanni Rützler in ihrer aktuellen Publikation: "Was essen wir morgen? 13 Food Trends der Zukunft" lautet der Titel des 172 Seiten starken Werkes, in dem sich die Autorin mit Phänomenen wie "Convenience Cooking" oder "Ethic Food" auseinander setzt.
Praktisch unterliegen unsere alltäglichen Ess-Entscheidungen nicht nur unseren jeweiligen ökonomischen Möglichkeiten, persönlichen Neigungen oder wechselnden Zufällen, stellt die Ökologin und Ernährungswissenschaftlerin klar. Laut Rützler werden sie auch von gesellschaftlichen Megatrends beeinflusst, die mit einer durchschnittlichen Dauer von etwa 25 Jahren das Leben der Menschen entscheidend neu prägen.
Weniger Zeit zum Kochen
"Unser sich wandelnder Berufsalltag lässt uns immer weniger Zeit zum Kochen. Und doch wollen wir nicht ganz darauf verzichten. Deshalb basteln wir unser Essen mit Freunden immer häufiger aus fertigen und halbfertigen Elementen", steht am Beginn des Kapitels "Convenience Cooking". Darin beschreibt Rützler den vor zehn Jahren fast noch gar nicht existierenden Markt der essfertigen Mahlzeiten aus dem Supermarktregal. Ein aktuelles Beispiel: Die "Packerlsalate", die laut der Autorin für den Handel mittlerweile einen wichtigeren Platz einnehmen als die "herkömmlichen" Häuptl aus dem Gemüseregal.
"Ethic Food"
"Ethic Food" - Essen mit gutem Gewissen - ist für Rützler ebenfalls ein Trend der Zukunft. Denn: "Genuss ist Gefühlssache", hält die Autorin fest. Während sich beispielsweise die Nachkriegsgeneration den Essensgenuss nur ungern durch das Wissen über bedenkliche Haltungszustände verderben lässt, bleibt für kritische Konsumenten die Frage, was sie eigentlich guten Gewissens essen können. Eine weitere Essenssparte erschließt sich: Ökologisch bewusste, politisch korrekte und oft biologisch produzierte Nahrung gewinnt für viele Menschen an Bedeutung, so Rützler.
Internationale Essgewohnheiten
Die Autorin bleibt bei allen Kapiteln keineswegs nur auf österreichischem oder deutschsprachigem Boden, sondern lässt internationale Experten zu Wort kommen, um ihre Thesen zu belegen. So spannt sie in dem Buch einen breiten und unterhaltsamen Bogen durch internationale Essgewohnheiten und deren moderne Ausprägungen.(apa/red)
Hanni Rützler
"Was essen wir morgen? 13 Food Trends der Zukunft"
Springer Verlag
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