Private Weinprobe als Genuss-Erlebnis: So wird Ihre Verkostung zu Hause ein Erfolg
- Alles rund um Vorbereitung, Wein-Auswahl und mehr
- PLUS: Kleiner Streifzug durch die Verkostungs-Kunde
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Der Brockhaus für Wein-freunde in zwei Varianten
Wie wäre es einmal mit einer Wein-Verkostung in den eigenen vier Wänden? Gerade in der Vorweihnachtszeit lädt man gerne Freunde und Familie ein. Solch ein nettes Beisammensein wird durch eine private Weinverkostung zu einem wahren Genuss-Erlebnis. Damit auch alles klappt, gibt es einige Dinge zu beachten. Im Grunde ist das aber eigentlich weniger, als man denkt....
Auswahl
Welche Weine Sie für eine Probe zusammenstellen, liegt ganz bei Ihnen. Sie können entweder Weine unterschiedlicher Regionen verkosten oder aber Weine aus einem Anbaugebiet. Der Reiz bei dieser Variante besteht darin, den gebietstypischen Geschmack zu entdecken. Eine kleine Weinprobe kann man bereits mit 4 - 5 Sorten beginnen, bei etwa 12 - 14 Weinen nimmt die Unterscheidungsfähigkeit der Geschmacksknospen manchmal ab.
Verkostungs-Kriterien
Zunächst gilt es, Klarheit und Farbe des Weins zu betrachten. Beide geben Aufschluss über den Zustand und die Reife des Weins. Je reifer beispielsweise ein Weißwein ist, umso goldener schimmert er, bis hin zum dunklen Bernstein.
Doch nicht nur das Auge wird durch das Schwenken auf den Genuss vorbereitet. Auch der Wein entfaltet an der Luft sein Aroma, sein Bukett. Diesen Duft einzufangen erfordert eine gewisse Übung. Dabei hilft es, den Duft des Weins mit vertrauten Düften zu vergleichen. Erinnert der Wein an Früchte wie Äpfel, Beeren oder Pfirsiche?Duftet er leicht nach Holz oder etwa wie Vanille?
Praktische Tipps
Der Geschmack eines Weines entfaltet sich an unterschiedlichen Stellen im Mund. Damit alle Geschmacks- und Aromanuancen auch wahrgenommen werden können, empfiehlt sich Luft. Aus diesem Grund schlürfen manche Weinfreunde den Wein oder ziehen ein wenig Luft nach. Damit der Geschmackssinn während einer ausgiebigen Weinprobe nicht überfordert wird, empfiehlt es sich, langsam zu steigern: leicht vor schwer, trocken vor lieblich, jung vor alt. Bei einer privaten Weinprobe ist aber natürlich alles erlaubt was gefällt und schmeckt.
Vorbereitung
Für eine Weinprobe brauchen Sie natürlich die Weine und sollten für die richtige Temperatur sorgen: Weißwein im Kühlschrank auf 7 bis 8 Grad Celsius kühlen, Rotwein am besten bei etwa 18 Grad Celsius anbieten. Die Gläser sollten zur vollen Entfaltung des Buketts einen tulpenförmigen Kelch haben. Damit man die Farbe des Weins ohne Fingerabdrücke beurteilen kann, sollte das Glas klar sein und einen Stiel haben. Zur Weinprobe selbst wird Brot und frisches Wasser gereicht. Damit neutralisiert man zwischen den probierten Weinen den Geschmack.
Genuss-Erlebnis
Das Entkorken sollte so behutsam wie möglich geschehen. Am besten nehmen Sie dazu einen Korkenzieher mit großen Windungen. Er erfasst den Korken, ohne dass Korkenkrümel in den Wein geraten. Weißweine sollten kurz vor dem Servieren geöffnet werden. Gehaltvolle Rotweine sollte man wesentlich früher öffnen. Um Duft und Aroma des Weines intensiv wahrzunehmen, sollten die Weingläser nur zur Hälfte gefüllt werden. Einer erfolgreichen Wein-Verkostung steht dann nichts mehr im Weg. (red)
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