Freitag, 3. Dezember 2004

Verhandlungen bei Opel: Offenbar kurz vor der Einigung über den Stellenabbau

  • Kompromiss soll in kommender Woche gefunden sein
  • Betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden

In den Verhandlungen bei Opel zeichnet sich möglicherweise eine baldige Lösung ab. Wie das "Handelsblatt" am Freitag unter Berufung auf Firmenkreise berichtete, soll bis Mitte kommender Woche ein Kompromiss über den geplanten Stellenabbau gefunden werden. Vorgesehen sei neben der Einrichtung von Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften auch die Auslagerung von Stellen in Joint Ventures mit Zulieferern.

Da die Möglichkeiten von Altersteilzeit und Arbeitszeitverkürzungen ausgeschöpft seien, sollen auf diesem Wege betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden. Erst dann könne nach dem Willen der Arbeitnehmervertreter über Einsparungen diskutiert werden. Die Belegschaft solle am kommenden Donnerstag informiert werden.

Opels Konzernmutter General Motors (GM) kämpft seit Jahren in Europa mit Überkapazitäten und Verlusten. In Europa arbeiten für GM rund 63.000 Mitarbeiter an elf Standorten. Mit jährlichen Einsparungen von 500 Mio. Euro will der Konzern nun aus der Verlustzone steuern. Dabei sollen 12.000 Jobs in Europa wegfallen, 10.000 davon alleine bein Opel in Deutschland. Opel-Management und Arbeitnehmervertreter verhandeln seit Wochen über die Einsparungen und den Stellenabbau. Für die Arbeitnehmer geht es vor allem um die Sicherung der Arbeitsplätze. (apa/red)

3.12.2004 10:39