Nächste Materialrevolution im Ski-Zirkus: ÖSV-Asse testen neue Schienbeinschützer
- Soll im Slalom großen Vorteil für Allrounder bringen
- Allerdings noch einige Unsicherheitsfaktoren vorhanden
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Im abschließenden Slalom am Sonntag in Beaver Creek winkt eine Material-Revolution und diesmal geht sie von Österreich aus. Allrounder wie Michael Walchhofer und Benjamin Raich könnten mit neuartigen Schienbeinschützern fahren, die das Aufschlagen der Kippstangen auf die Ski verhindern. Man verspricht sich davon weniger Fehleranfälligkeit und letztlich natürlich einen entscheidenden Zeitvorteil.
Die in Salzburg entwickelten Schienbeinschützer sind aber so neu, dass es offensichtlich selbst nach wochenlangen Tests in den USA noch einige Unsicherheitsfaktoren gibt. "Meine Slalomfahrer werden deshalb zu 90 Prozent nicht damit fahren", sprach ÖSV-Slalomchef Gert Ehn für seine Spezialisten Rainer Schönfelder, Mario Matt usw. "Vieles ist noch zu unausgereift. Es ist noch zu früh, um sagen zu können, was sie bringen. Außerdem sind andere, irritierende Dinge aufgetaucht. Deshalb werden wir auf das bewährte Leki-Material vertrauen", betonte Ehn.
Wir probieren und testen im Training laufend neue Dinge, das ist ja normal", erklärte ÖSV-Alpinchef Hans Pum. "Diese Schützer haben wir in enger Zusammenarbeit mit unserem Ausrüster Leki entwickelt. Wer es nicht weiß, würde nicht erkennen, dass das neuartige Schützer sind. Es bleibt jedem Läufer selbst überlassen, diese oder andere Schienbeinschützer schon am Sonntag einzusetzen."
(apa/red)
