Bode Millers nächster Streich: Abfahrts- Sieg in Beaver Creek vor Daron Rahlves!
- Walchhofer landet auf Platz drei, Maier nur Zehnter
- ÖSV-Alpinchef Pum macht sich noch keine Sorgen
·Kjus schnappt
Maier den Sieg weg
Halbzeit-Leader Gruber und Seriensieger Miller out
·Sensation: Görgl gewinnt den Super G
ÖSV-Newcomer kann Bode
Miller endlich schlagen!
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ABSTIMMEN: ÖSV-Stars gegen den Rest der Welt
Die Miller-Show geht weiter. Einen Tag nach seiner ersten Saisonniederlage "rächte" sich Bode Miller am Freitag in Beaver Creek mit dem Sieg in der Abfahrt. Miller gewann nach einer Traumfahrt 0,16 Sek. vor seinem US-Landsmann Daron Rahlves und liegt nach seinem bereits vierten Saisonsieg im Weltcup bereits 285 Zähler vor Michael Walchhofer, der als Dritter (+0,39) die ÖSV-Ehre rettete, während der von Knieschmerzen geplagte Hermann Maier als Zehnter das bisher schlechteste Ergebnis in seinem "Wohnzimmer" zur Kenntnis nehmen musste.
War am Vortag nach dem Sensationssieg von Stephan Görgl im Super G noch Hoffnung aufgekommen, erwies sich Miller nur einen Tag darauf bereits wieder als unschlagbar. Mit einer fast perfekten Fahrt legte der 27-jährige US-Superstar auf der anspruchsvollen Raubvogelpiste eine Marke vor, an die keiner mehr heran kam. Am nächsten kam ihm mit Nummer 31 noch sein Teamkollege Rahlves, damit ergab sich eine neuerliche Weltpremiere: Erstmals standen zwei US-Abfahrer auf dem Podest.
Leichte Enttäuschung bei Walchhofer
Auch Abfahrts-Kaiser Franz Klammer musste an seinem 51. Geburtstag vor Ort zur Kenntnis nehmen, dass Miller und Co derzeit einen Tick besser sind als Österreichs Downhiller. "Dabei war meine Fahrt eigentlich genial. Ich hätte echt gedacht, dass ich vorne bin", gestand Weltmeister Walchhofer im Ziel. Am Vortag war der Salzburger ja noch schwer gestürzt, "ich habe aber nichts mehr gespürt". So nahm er zur Kenntnis: "Miller und Rahlves waren offenbar heute auf diesem Berg nicht zu schlagen."
Maier nach zehntem Rang frustriert
Hans Knauß wurde Sechster ("Im Steilen ein großer Fehler"), Olympiasieger Fritz Strobl war eine Woche nach seinem schweren Sturz in Lake Louise mit Platz neun hochzufrieden. "Gemessen an dem, was passiert war, bin ich wirklich mit einem blauen Auge davon gekommen", sagte der Kärntner. Frustriert stapfte Hermann Maier aus dem Zielraum. Dort, wo er mit Seriensiegen zur Legende geworden ist, kassierte er nun erneut eine schwere Niederlage. Zudem verfolgen ihn seit Tagen Knieschmerzen. "Unten, also dort, wo ich früher hier die Rennen gewonnen habe, hab' ich es diesmal verloren", lautete sein kurzer Kommentar.
Historischer Tag für US-Skifahrer
Die Begeisterung war an diesem Tag ganz auf der Seite der Amerikaner. 5.000 Zuschauer bejubelten den ersten US-Doppelsieg in einer Weltcup-Abfahrt und damit ein historisches Ergebnis. Im Kitzbühel der Rocky Mountains nahm Miller ein Bad in der Menge, der sonst so gefasste Weltcup-Leader strahlte zudem wie noch nie.
Miller lächelnd zum Sieg
"Nach meinen Fehler im Super G wollte ich in der Abfahrt besonders aggressiv fahren. Schon im Steilen habe ich gemerkt, dass ich innerhalb jeder Linie bin, habe jedes Tor berührt und war deshalb schon während der Fahrt richtig aufgeregt", erzählte Miller. "Am letzte Sprung hatte ich sogar schon ein Lächeln auf dem Gesicht, weil ich wusste, das war eine sensationelle Fahrt. Und dann noch Daron mit auf dem Podium, dieser Tag ist wirklich einzigartig. Dieser Berg passt uns perfekt."
Pum macht sich keine Sorgen
ÖSV-Alpinchef Hans Pum glaubt aber nach wie vor an die Stärke seiner Mannen. "Die Luft in Beaver Creek ist dünn. Wir wussten, dass es eng wird", meinte der Oberösterreicher. "Vier in den Top-Ten sind okay, Miller und Rahlves waren hier und heute aber stärker. Aber in Europa sieht es wieder anders aus, außerdem bin ich schon gespannt, wenn Miller endlich auch mit hohen Nummern wie unsere Läufer fahren muss."
| Endstand der Herren-Abfahrt in Beaver Creek: | |||||
| 1. | Bode Miller | USA | 1:39,76 Minuten | ||
| 2. | Daron Rahlves | USA | 1:39,92 | +0,16 | +4,36 m |
| 3. | Michael Walchhofer | AUT | 1:40,15 | +0,39 | +10,61 m |
| 4. | Bruno Kernen | SUI | 1:40,50 | +0,74 | +20,07 m |
| 5. | Didier Cuche | SUI | 1:40,59 | +0,83 | +22,49 m |
| 6. | Hans Knauß | AUT | 1:40,74 | +0,98 | +26,51 m |
| 7. | Bryon Friedman | USA | 1:40,75 | +0,99 | +26,78 m |
| 8. | Aksel Lund Svindal | NOR | 1:40,81 | +1,05 | +28,38 m |
| 9. | Fritz Strobl | AUT | 1:40,84 | +1,08 | +29,19 m |
| 10. | Hermann Maier | AUT | 1:40,85 | +1,09 | +29,45 m |
| 11. | Kurt Sulzenbacher | ITA | 1:40,88 | +1,12 | +30,25 m |
| 12. | Marco Büchel | LIE | 1:40,94 | +1,18 | +31,86 m |
| 13. | Johann Grugger | AUT | 1:40,97 | +1,21 | +32,66 m |
| 14. | Kristian Ghedina | ITA | 1:41,04 | +1,28 | +34,52 m |
| 15. | Antoine Deneriaz | FRA | 1:41,07 | +1,31 | +35,32 m |
| . | Bjarne Solbakken | NOR | 1:41,07 | +1,31 | +35,32 m |
| . | Peter Fill | ITA | 1:41,07 | +1,31 | +35,32 m |
| 18. | Christoph Gruber | AUT | 1:41,09 | +1,33 | +35,85 m |
| 19. | Paul Accola | SUI | 1:41,11 | +1,35 | +36,38 m |
| 20. | Didier Defago | SUI | 1:41,12 | +1,36 | +36,65 m |
| 21. | Yannick Bertrand | FRA | 1:41,27 | +1,51 | +40,63 m |
| 22. | Jürg Grünenfelder | SUI | 1:41,41 | +1,65 | +44,34 m |
| 23. | Alessandro Fattori | ITA | 1:41,42 | +1,66 | +44,60 m |
| 24. | Kjetil-Andre Aamodt | NOR | 1:41,51 | +1,75 | +46,98 m |
| 25. | Klaus Kröll | AUT | 1:41,57 | +1,81 | +48,56 m |
| 26. | Andreas Schifferer | AUT | 1:41,62 | +1,86 | +49,88 m |
| . | Mario Scheiber | AUT | 1:41,62 | +1,86 | +49,88 m |
| 28. | Benjamin Raich | AUT | 1:41,64 | +1,88 | +50,40 m |
| 29. | Patrik Järbyn | SWE | 1:41,70 | +1,94 | +51,98 m |
| 30. | Daniel Züger | SUI | 1:41,73 | +1,97 | +52,77 m |
| weiter: | |||||
| 32. | Thomas Graggaber | AUT | 1:42,01 | +2,25 | +60,10 m |
(apa/red)
